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Freitag, 30. August 2013

Fettkiller und Höhenangst

Neulich las ich von einem speziellen Wettbewerb: Misswahl 50+. Mich durchfuhr der wahnwitzige Gedanke,
aus Gag einfach mitzumachen. Immerhin habe ich schonmal einen Käsekuchen-Wettbewerb gewonnen.
Wenn mein Spiegelbild mir nicht gerade einen Nachtschlaf-Import entgegenschmettert und ich mich etwas
stylen würde... Vergiss es! Die nehmen nur große, blonde Frauen. Eine Seite weiter: Vergiss es erst recht.
Die Siegerin muss für ein Fettkiller-Präparat werben, das man einfach nach dem Essen einwirft.
Ist mit meiner Ethik im Allgemeinen und meiner Lebe leichter-Ethik im Besonderen nicht vereinbar.
Wir Coaches machen keinerlei Werbung für derartiges Zeugs, aber wir werben für "Back to the roots":
Wieder normal essen lernen, mit gesunder Mischkost.
Nähere Informationen über Lebe leichter erhältst Du auf www.lebe-leichter.com
Unter anderem findest Du hier die aktuellen Kurse, nach Postleitzahlen geordnet, meiner ist
auch dabei.
In meinem letzten Blog beschrieb ich Übungen auf einem Bein. Sie machen wirklich sicherer in
unwegsamem Gelände und sonstwo. Trotzdem schaffe ich es nicht, ein Fließgewässer auf Steinen
zu überqueren, die schmal und in Abständen verlegt sind. Da erfasst mich eine Art Höhenangst.
Lieber nehme ich einen Umweg über eine Brücke. Die hat ein Geländer, an dem ich mich festhalten
kann, wenn es sein muss. Die einfachen Lebe leichter Regeln sind für mich ebenfalls wie ein sicheres
Geländer im Ernährungsdschungel. Sie lassen sich problemlos in den Alltag integrieren und geben
guten Halt, damit ich nicht zu gehaltvoll esse.

Montag, 26. August 2013

Weder Seiltänzerin noch Seeräuberin

Eine Putzeinheit mit der elektrischen Zahnbürste dauert zwei Minuten. Die kann ich strammstehend
in reinster Reinigungsabsicht verbringen. Aber ein bisschen Multitasking geht auch: Du kannst zwei
geschenkte Minuten Aufwärm- und Fitnesstraining daraus machen. Wippe auf Deinen Zehenspitzen
ohne die Ferse abzusetzen, mache Kniebeugen, geh ein wenig in die Hocke und teste, wie lange Du
durchhältst, kreise abwechselnd mit Deinen Füßen. Meine Lieblingsübungen sind zur Zeit die auf einem
Bein: Mit dem "Luftbein" annähernd einen rechten Winkel bilden (da spürst Du Muskeln, die gibt's gar
nicht), oder das freie Knie so weit wie möglich nach oben ziehen. Das dehnt die hintere Hüftmuskulatur,
und wenn Du dabei noch mit dem freien Fuß auf und ab wippst, freut sich Deine Wade.
Und wenn Du mal an das Fußgelenk Deines Standbeins hinspürst, merkst Du, wie es darin arbeitet, damit
Du eine stabile Balance hältst. Immer wieder gibt es Situationen, wo Du über etwas Hohes, Weites steigen
oder einen schmalen Grat passieren musst. Dann bist Du Dir selber dankbar, wenn Du einbeinmäßig fit
bist. Das Anziehen von Socken und Schuhen macht so auch mehr Spaß. Ich will weder Seiltänzerin werden
noch Seeräuberin mit Holzbein, ich will einfach nur saubere Zähne haben und stabile Fußgelenke.
Und jetzt rechne mal hoch: Zwei mal zwei Minuten täglich Zähne putzen ergibt sage und schreibe
zwei komplette Stunden Fitnesstraining im Monat, so ganz nebenbei.
Aber Du musst nicht so verrückt sein wie ich mit diesen Einbeinverrenkungen. Wer zufällig ins Bad kommt
und mich sieht, denkt: Spinnt die jetzt komplett oder was?
Bevor Du umfällst und Dir blaue Flecken holst, halte Deinen schwebenden Fuß lieber in Bodennähe.
Auch hier tut sich im Gelenk des stehendes Fußes eine große Menge.
Noch ein Tipp zum Fett sparen: Unsere Falläpfel regten mich an, einen gedeckten Apfelkuchen zu backen.
Ist mit dem Mürbteig außenherum zwar sehr lecker, aber kalorienlastig. Ein Drittel Butter ließ ich weg und
schmuggelte die gleiche Menge Quark in den Teig. Hihi, das hat kein Mensch gemerkt, und dieser
bewährte Renner war ratzfatz aufgegessen.

Donnerstag, 22. August 2013

Nussexzesse

Was war bloß los mit mir letzte Woche? Meine Desserts und Extras habe ich extra großzügig
bemessen und fand mich in einem ausgewachsenen Nussrausch wieder. Okay, alles klar, es war
mein typisches PMS-Verhalten. Mit den einfachen Lebe leichter Prinzipien bin ich nun wieder in der Spur. Wie viele Butterpäckchen passen in dreieinhalb Kilo?
So weit reicht mein Rechenvermögen noch: Es sind 14. So viel Volumen bin ich insgesamt losgeworden.         Manchmal habe ich das Gefühl, dass eine gewisse Erwartung in der Luft herumschwebt: Meinen Status als Mehrfachmutter solle ich doch bitteschön in "würdevollen" Pfunden repräsentieren. Da ist nichts mehr würdevoll, wenn die Masse quillt und quält. Meine Lebensbilanz soll nicht so aussehen: Anderen zuliebe wog ich zuviel.  Ich freue mich über meinen Ist-Zustand, und der darf gerne so bleiben.
Die menschenfreundlichen Essempfehlungen von Lebe leichter greifen auch bei 13, bei 20 oder bei 30 Kilo
zuviel Gewicht. Juchu!

Montag, 19. August 2013

Von der Couchpotatoe zum Lebe leichter Coach

Vermutlich glaubt keiner, der von meinen sportlichen Aktivitäten weiß, dass ich dermaleinst als
wohlgenährte, träge Schülerin im Sportunterricht wie ein Kartoffelsack über dem Stufenbarren
hing. Dass stets zwei Mitschülerinnen als Hilfestellung hinzueilen mussten, weil ich den Handstand
nicht selbständig hinkriegte. Dass ich nach 50 Meter Laufen einen gefühlten Herzkollaps kriegte.
Da lag ich doch lieber lesend auf dem Sofa mit einem ordentlichen Kalorienarsenal gegen diesen          ganzen Stress.
Als junge Frau juckte es mich immer häufiger in den Knochen, es kribbelte in Armen und Beinen.
Was konnte das nur bedeuten? Damit das Kribbeln wegging, könnte ich ja mal während des
Kindergartenabholweges ein Stück joggen. Oh weh, war das anstrengend. Nach der kleinen Strecke an
einer Mauer entlang ging nichts mehr. Am nächsten Tag die gleiche Übung. Sieh mal an, ich hielt schon
fünf Meter länger durch. Und so ging das weiter, bis ich meinen persönlichen Rekord aufstellte:
Ich joggte die ein Kilometer lange Kindergartenstrecke ohne anzuhalten.
Das machte Lust auf mehr. Schon bald tat ich mich mit einer Gleichgesinnten zusammen, wir
joggten oft durch den Bamberger Hain. Mein Blutdruck, der sich ursprünglich in tiefen Regionen
beheimatet fühlte, hatte keine Territorialansprüche mehr zu melden, kurz: Ich fühlte mich rundum
wohler und leistungsfähiger.
Im Lauf der Jahre gab es auch lange Phasen ohne Sport: Bei fortgeschrittener Schwangerschaft und
in der Baby- und Kleinkinderzeit. Einmal, als ich das kleine Brüderchen fest und lange schlafend
wähnte, ließ ich seine großen Geschwister auf ihn aufpassen. Noch war ich nicht lange im Hain
unterwegs, da spürte mich ein rasender Radler auf: Mein großer Sohn teilte mir mit, dass mein
kleiner Sohn pausenlos schreien würde...
Heute würde ich mir so ein tolles Modell auf drei Rädern kaufen, ich glaube, man nennt es Babyjogger.
Wie auch immer, jetzt sind meine Kleinen groß, und ich noch immer süchtig nach Bewegung.
"Lebe bewegt" heißt auch ein Thema beim Lebe leichter Kurs. Gern rege ich andere an, sich
auszuprobieren. Auch hier gilt der Satz vom guten alten Hermann Hesse: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.

Dienstag, 13. August 2013

Anton, das Alpaka

In einem abgelegenen Winkel des Landkreises gingen mein Mann Andy und ich wandern.
Dabei trafen wir einen netten Zeitgenossen, der zwei Alpakas, das ist eine Art Lama, an der
Leine führte. "Sie haben da aber interessante Hunde", eröffnete Andy das Gespräch.
Begeistert und bereitwillig berichtete der Mann von seinem Hobby, der Alpakahaltung und
-zucht, die er mit viel Herz und Sachwissen betreibt. Nur das Verspinnen der Kuschelwolle
wolle er noch lernen. Das kleinere der beiden Tiere hat er Anton genannt.
Ich war sehr angetan und beeindruckt. Nicht, dass ich jetzt selbst eine Alpakafarm eröffnen
will. Aber ich finde es toll, wenn jemand sein Leben erfüllt und bereichert. Das muss nichts
Großes, Spektakuläres sein, aber es muss zu einem passen.
Das ist auch eines der Themengebiete des Lebe leichter Kurses, den ich regelmäßig anbiete:
Raus aus der Komfortzone, Neues wagen. Wo sich etwas bewegt, ist das Leben nicht langweilig.
Und wem nicht langweilig ist, der isst weniger.
Wann bin ich das letzte Mal aus meiner Komfortzone ausgebrochen? Das war vorhin, als ich
zum ersten Mal Margarine zum Frittieren von Fischfilets benutzt habe. Sie stieg großzügig über
den Rand wie überkochende Milch. -Wie??? Du gibst Abnehmkurse und machst Zeug in der
Friteuse???- Erstens: Wir mögen Fisch nur frittiert. Wird in der Pfanne lange nicht so
außenknuspriginnenzart. Essen wir ja nicht jeden Tag. Außerdem lege ich den fertigen Fisch
zum Entfernen überschüssigen Fetts auf ordentlich Küchenpapier. Zweitens: Das Tolle bei Lebe leichter
ist: Du darfst essen, was dir schmeckt. Es gibt keine erlaubten und verbotenen Lebensmittel.
Du musst dich nicht brutal kasteien, um dich hinterher so richtig mit allem entgangenen Essen
zu belohnen. Du musst nicht einmal Kalorien und Fettaugen zählen.
Das macht mich so froh, dass ich es gerne an andere weitergebe.

Mittwoch, 7. August 2013

Genialer Tausch


Geliebte, verhasste Waage, je nach Anzeige. Aus dieser Up and down- Nummer würde ich wohl nie
mehr rauskommen. Und mein Optimismus beim Blick auf eine gewisse Abteilung in meinem
Kleiderschrank schwand im Lauf der Zeit zu einem faden Hauch. Dennoch bäumte sich in mir noch
ein schwacher Trotz auf angesichts von Aussagen wie : "Das sind halt die Wechseljahre, das ist ganz
normal." "Wer mehrere Kinder geboren hat, ist eben nicht mehr ganz in Form." etc.
Es musste doch irgendwo einen gangbaren Weg geben, das mühselig erreichte Wunschgewicht
endlich mal zu konservieren! Vielleicht müsste ich noch ein wenig an meiner Disziplin arbeiten.
Das Wissen um die Knabbersachen im Haus irgendwie aus dem Hirn löschen.
Es gelang höchstens drei Tage am Stück.
Bis ich meine Schwester sah, die dank "Lebe leichter" deutlich abgenommen hatte. Ich war vom
Donner gerührt, kaufte mir das gleichnamige Buch, inhalierte und praktizierte es. Genial einfach,
genial inspirierend, genial normal. Kein Kochen nach Diätrezepten, kein Kalorienzählen.
Nach mehreren Wochen staunte ich Bauklötze über mich selbst. Mühelose Reduktion meiner
Süßhunger-Anfälle, sanfte Gewichtsreduktion, neue Freiheit im Kopf.
Beim wöchentlichen Blick auf die Waage kann ich selbst kaum glauben, was ich da regelmäßig sehe:
Ich halte mein Wunschgewicht ohne Kasteiung, Hungerübungen und krampfartige Verrenkungen.
Mein Blick in den Kleiderschrank hat nur noch den einen Nachteil: Ich habe jetzt die Qual der Wahl.
Der Bibelspruch für den Monat August heißt: "Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt, hast mir das
Trauergewand ausgezogen und mich mit Freude umgürtet." (Psalm 30, Vers12) Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Donnerstag, 1. August 2013

Quittenkiste: Wozu sie gut zum Abnehmen ist


So eine Kiste voll Quitten ist was Tolles. Für die Augen. Für die Nase erst recht. Und für die Geschmacksknospen! Ich freu mich schon drauf, uns als Familie wieder mit den tollen Rezepten zu verwöhnen. Aber erstmal kommt die körperliche Bewegung beim Ernten und Schleppen, verbrennt
Kalorien und macht Spaß. Wer die Quitten im Laden kauft und mit dem Auto heimfährt, darf eine
Extrarunde Trampolin springen, zehn Minuten reichen schon, um Kreislauf und Körpersäfte in Wallung
zu bringen.
Eine frische, mittelgroße Quitte von 150g hat etwa 60 Kalorien, nur so zur Information.
Es macht aber keinen Sinn, massenhaft Quittenkompott mit Süßstoff zu essen, damit überdehnst Du Deinen Magen und empfindest trotzdem Mangel, weil Dir Kohlehydrate und Eiweiß fehlen.
Manche Menschen kennen die Quitte gar nicht. Ohne meine Mutter hätte auch ich dazu keinen
Zugang. Als Hauswirtschaftsmeisterin hat sie mir vorgekocht, wie das geht.
Ein effektives Training für die Arm- und Schultermuskulatur ist das Vierteln und Entkernen der
aromatisch duftenden Früchte, da wünscht sich mancher Zeitgenosse eine Axt.
Mit den leckeren Spezialitäten vor dem geistigen Auge gelingt jedoch die Mobilisierung von Tatkraft.
Und die Quitte mit ihrem freundlichen Gelb bringt als eine der letzten Früchte im Jahresreigen
Farbe in den November.
Ich freu mich schon drauf, aber jetzt genieße ich erstmal den Sommer!