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Mittwoch, 27. November 2013

Ungeschoren durch die Weihnachtszeit!?

Da ich "Lebe leichter" im Februar dieses Jahres kennengelernt
habe, sind meine Erfahrungswerte für die Weihnachtszeit damit
gleich null.
Ich mache mir keine Illusionen, dass üppige Esswaren nicht auch
dieses Jahr irgendwie die Kurve zu unserem Haus kriegen.
Ich will auch nicht für mich selbst die Hand ins Feuer legen.
Aber eines weiß ich inzwischen: Wie sich normaler Hunger und
ein gesundes Sattsein anfühlen. Mit den drei Tellerportionen über
den Tag verteilt kann das jeder prima hinkriegen.
Mein Ziel will ich weiterhin fest im Auge behalten: Dass alle
Kleidungsstücke freibeweglich passen.
Die Chancen stehen gut, dass ich ohne großartige Ess-Kapaden
durch die nächsten Wochen komme.
Ich will nicht der Versuchung erliegen, mich auf den 1.1.2014
zu fixieren. Bis dahin schlemmen und dann wieder normal werden.
Die Up's and Downs dürfen getrost der Vergangenheit angehören.
Passt trotzdem mal ein Stück Stollen, ein Lebkuchen, ein Plätzchen,
ein Glas Glühwein, eine Gänsekeule dazwischen? Ganz klar ja!
Die lassen sich klug integrieren im Lebe leichter Programm, ohne
dass die Waage Alarm schlägt, da bin ich zuversichtlich.
Ein Teilnehmer im Kurs gab den Tipp weiter, ein Plätzchen so
lange im Mund zu lassen, bis es aufgeweicht sei, dann brauche man
kein zweites. Das ist ausprobierenswert.

Montag, 18. November 2013

Endlich unter einem Hut

Wie verstreute Puzzleteile benahmen sich meine intuitiven Ahnungen
bezüglich eines normalen Essverhaltens.
- Irgendwie war mir klar, dass es richtig ist, sich satt zu essen.
  Die genaue Definition von "satt" war mir aber nicht klar.
- Die extreme Haltung, dass man nie naschen darf, fand ich
  schon immer menschenverachtend. Schon die Muttermilch
  schmeckt ja lieblich. Aber wann ist genug genug?
- Ich wusste, dass es eine sehr günstige Abnehmvoraussetzung ist,
  wenn man sich selber mag, auch wenn man gerade sein
  Wunschgewicht nicht hat. Aber das allein reichte doch noch
  nicht, um wirklich abzunehmen.
- Viel Obst und Gemüse, keine Frage. Aber wenn ich einen
  Kubikmeter davon in mich hineingeschaufelt hatte, fühlte sich
  das nicht mehr sehr gesund an.
- Es schmeckte nicht nach Freiheit, wenn ich einen Großteil
  meiner Gedanken dem Essen und meiner Figur widmete.
  Da konnte was nicht stimmen
- Im Sinn des Erfinders konnte es nicht sein, den ganzen Tag
  Leistungssport zu treiben. Nichtstun ist ebenso blöd. Wo war
  die gesunde Mitte?
Bei amazon habe ich mir das Buch "Lebe leichter" bestellt und
beim Lesen mit wachsender Begeisterung gemerkt, dass es nicht nur
alle meine Fragen beantwortete, sondern sie alle unter einen
stimmigen konzeptionellen Hut brachte.
Dieses neue Wissen entfaltete eine solche Explosionskraft,
dass ich es jetzt sehr gerne in Kursen an meine Teilnehmer
weitergebe. Ich freue mich so mit, wenn sie sich freuen, weil
die Kilos kullern.
 

Montag, 11. November 2013

Das giltet nicht

So drückte ich es als Kind aus, wenn ich Spielregeln für ungültig befand.
Ausreden gelten auch nicht, schon gar nicht, wenn es um das
Selbstverwöhnelement Bewegung geht. An einem Morgen letzte Woche
sah der Himmel sehr regenschwanger aus, es waren auch immer wieder
Schauer gemeldet. Als Kursleiterin für Nordic Walking war mir klar, dass
die Teilnehmerzahl sehr überschaubar sein würde. In meiner Position
konnte ich mir keine Ausrede leisten, also wartete ich eingepackt vor Ort.
Die einzige Teilnehmerin an diesem Morgen sagte: "Kürzlich habe ich mir
regendichte Sportschuhe und -hosen gekauft, die kann ich jetzt ausprobieren,
so habe ich keine Ausrede."
Und was soll ich sagen - während der Walkingzeit fiel nicht ein Tropfen,
wir genossen die herrlich frische Luft in der Natur. Die Wolken haben
sich den Regen für hinterher aufgehoben.

Mittwoch, 6. November 2013

Anziehungskraft

Widerstand war zwecklos, nachdem meine Kinder viel Süßes angeschleppt hatten.
Ich naschte mit, und zwar ordentlich, habe meine Maxis (erlaubt dosierte Extras)
und mein Kalorienkonto überzogen, und gleich war die Waage nicht mehr so nett
zu mir. Irgendwie war es aber doch nett von ihr, mir die Wahrheit zu sagen, denn
damit ließ die Anziehungskraft des Süßkrams schlagartig nach.
Energieverschwendung, die Schuld auf die Kinder, die Hormone oder meine
Disziplinlosigkeit zu schieben. Wie gut, dass ich auch nur ein Mensch bin. Und
wie gut, dass ich den Ausweg weiß: Seit ein paar Tagen lasse ich es mir wieder
gutgehen mit meinen drei Tellern, die ich bunt und abwechslungsreich bestücke,
ansonsten trinke ich wie ein Loch. Das macht so richtig Spaß.

Freitag, 1. November 2013

Du darfst hemmungslos trinken ...

... und zwar zwei bis drei Liter Wasser pro Tag. Jawohl, werde zur Gewohnheitstrinkerin,
zum Gewohnheitstrinker. Wie bitte??? Nur Wasser? Und gleich so viel? Wieso das denn?
Es darf auch gerne Dein Lieblingskräutertee oder -früchtetee sein. Und das Wasser kannst
Du temperieren wie Du willst. Leitungswasser oder Deine Lieblingssorte Mineralwasser.
Wir leben in einem Schlaraffenland, wo gutes Wasser aus der Leitung kommt, einfach so.
Es gibt hochentwickelte Länder, da riecht es schon unangenehm, wenn Du den Hahn
aufdrehst.
Seit ich "Lebe leichter" kenne, weiß ich um die segensreichen Auswirkungen wasserseliger
Gelage: Sie sorgen für einen besseren Stoffwechsel und für einen flotteren Transport von
Nährstoffen und Sauerstoff zu unseren Zellen, außerdem stellen sie den Abtransport unserer
Abfallstoffe sicher, die beim Verbrennen von Fett entstehen. Wenn wir nicht genug trinken,
ist unser Blut dicker und alles geht langsamer, auch unsere Denkprozesse.
Und noch ein toller Vorteil: Wasser lagert sich auch im Bindegewebe an, das polstert die                          Haut von innen auf und lässt mich nicht so alt aussehen.
Für manche Menschen ist es ein Schock, wenn sie so eine große Menge hören: zwei bis
drei Liter! Keine Angst, davon ist noch keiner geplatzt. Ich kenne eine Frau, die stellt sich
die Eieruhr, und dann trinkt sie stündlich ein Glas Wasser. Eine andere Frau stellt sich schon
zu Tagesbeginn ihe Wasserflaschen bereit, bis zum Abend sind sie dann leer.
Bei mir sind es Teetasse und Wasserglas, die griffbereit stehen. Trinken hilft auch gegen
argen Hunger, wenn es bis zur nächsten Mahlzeit noch ein wenig dauert.                                                     Da fällt mir ein Fauxpas ein: Gerade morgens fühle ich mich wie ein ausgetrockneter
Schwamm, da geht ganz viel Flüssigkeit rein. So war das auch schon vor ganz vielen Jahren,
als ich noch ganz jung und unerfahren war. Ich befand mich im Krankenhaus und sollte operiert
werden. "Seien Sie am Morgen der OP nüchtern", bekam ich Anweisung. Unter "nüchtern" verstand
ich, dass ich noch nichts gegessen haben sollte. Am Getränkewagen bediente ich mich reichlich.
Später, als ich schon ein Schlafmittel verabreicht bekommen hatte und der Anästhesist mich gerade
in die Bewusstlosigkeit schicken wollte, fragte er noch: "Und Sie haben garantiert nichts gegessen
und getrunken?" "Getrunken schon..." Oh weh, damit brachte ich die ganze Logistik durcheinander.
Ich wurde übers Wochenende nach Hause geschickt, welches ich fast komplett verschlief.
Im zweiten Anlauf ging dann alles glatt. Vermutlich hat mir der gute Anästhesist mit seiner Frage                      das Leben gerettet.