Samstag, 23. Mai 2015

Taube am Fenster

Nach zehn Tagen Schonung hielt ich es nicht mehr aus und leistete mir eine kleine
Joggingrunde. Würde die Leistenzerrung sich zurückmelden? Sie tat es nicht!
Ein Leben ohne Laufen ist für mich wie ein Garten ohne Blumen und Vögel.
Stichwort Vögel: Heute früh nach dem Aufstehen dachte ich, hm, Weihnachts-
und Osterdeko ergießt sich in Sturzfluten aus allen Prospekten, aber für Pfingsten
gibt es rein gar nichts. Also selber etwas ausdenken. Irgendwie Richtung Taube.
Bei meinen routinemäßigen Aufräumhandgriffen nahm ich das weiße Deckchen
zur Hand, unter dem ich immer die äußerst dekorativen Fernbedienungen im
Wohnzimmer verschwinden lasse. Es ist das Deckchen mit halt irgendeinem
Vogel drauf. Nach Jahren nun checkte ich plötzlich, dass es sich dabei ganz
eindeutig um eine Taube handelt!
Durch ein bisschen Hirnakrobatik fand ich heraus, wie ich sie mit Bleistift auf
dünnes Papier übertragen konnte. Ausgeschnitten am Fenster macht sie sich richtig
gut. Für weniger bibelfeste Freunde: Die Taube ist ein Symbol für Gottes guten Geist,
auch heiliger Geist genannt. Kein Nebeldunst und kein Gespenst, sondern
qietschlebendig und immer äußerst ermutigend. Nie habe ich seine Stimme
schmollend, schimpfend oder gar schreiend erlebt. Außer, wenn er begeistert ist:
"Wow! Das ist dir super gelungen! Ich bin so stolz auf dich!"
Wenn ich mich zum Beispiel überwunden habe, eine unbequeme Sache in Angriff
zu nehmen, bekomme ich dies zu hören. Oder wenn ich einen Bogen um die
Süßigkeiten gemacht habe, die mir jetzt nicht gut getan hätten.
Wenn ich am Hineinhorchen bin, ob ich jetzt noch Schokolade essen könnte, kann
es sein, dass ich vernehme: "Bist du sicher, dass es das ist, was du jetzt wirklich brauchst?"
Oder aber auch: "Klar doch, gönne dir zwei Stückchen und genieße sie mit gutem Gewissen."
Und wenn ich über die Stränge geschlagen habe? "Herzchen, das war gerade viel Brennstoff.
Bis der verarbeitet ist, dauert es ein Weilchen. Die nächste Mahlzeit kannst du getrost
ausfallen lassen, dann renkt es sich wieder ein."
Fazit: Für so einen guten Freund meine heutige Fensterdeko anzubringen halte ich für
mehr als angebracht.






Freitag, 22. Mai 2015

Katzen sind wie Menschen

Sie niesen, sie gähnen, sie pupsen, sie kratzen sich, sie kugeln sich ein und schlafen,
sie sind neugierig, sie spielen gern, sie sind frustriert, sie konzentrieren sich auf ein
Ziel, sie werden eifersüchtig, sie setzen Grenzen, sie sind verschmust, sie sind
nähe- und distanzbedürftig, sie haben ihre Lieblingsmenschen, sie sonnen sich gern,
sie schlägern sich, sie schreien, sie schmeicheln, sie betteln, sie lernen gerne Neues,
sie beobachten, sie blinzeln, sie schleichen, sie lauern, sie flippen aus ... und sie
lieben Nahrung! Woher ich das alles weiß? Wir haben seit 10 1/2 Jahren einen Kater
namens Muck. Ist einer von uns krank, kuschelt er sich trostspendend dazu, weshalb
eines unserer Kinder ihn als Muckizin bezeichnete.
Neulich war Muck selber krank. Er bekam Fieber, fraß nichts mehr. Diagnose:
Magenschleimhautentzündung. Wie konnte dem kerngesunden Kerl das nur
passieren!? Wie auch immer, der kompakte Brummer nahm rasant ab, erreichte
bald sein Normalgewicht. Endlich machten wir uns mal Gedanken über eine
artgerechte Fütterung. Im Zuge der Gesundung führten wir neue Regeln ein:
Dreimal täglich eine Futtermenge in Größe einer Maus anstatt Dauerangebot.
Siehe da, Muck hält sein gesundes Gewicht, bettelt trotz verkleinerter Dosis
nicht herum, springt und schnurrt quietschfidel durch sein Katzenleben.
Lebe leichter für Tiere, eine tolle Variante!
Für uns Menschen ist die Herausforderung größer: Keiner versteckt ein Zuviel
an Essen unerreichbar und teilt es für uns maßvoll ein. Auf Dauer würden wir
uns vermutlich fremdbestimmt fühlen.
Mit der Freiheit zwischen Askese und Exzess gut umzugehen, das wünsche ich
mir und allen, für die das Erreichen oder Halten des Normalgewichts ein Thema ist!

Donnerstag, 21. Mai 2015

Darauf freue ich mich

Nämlich auf die AOK Familientage am Ende der Pfingstferien,
also vom Freitag, den 5. bis Sonntag, den 7. Juni.
Früher hätte ich mich mit meinen Kindern zusammen hineingestürzt.
Da sie nun groß sind, stürze ich mich selber hinein, weil ich meine
Begeisterung für ein selbstbestimmtes gesundes, ausgewogenes Leben
so gerne weiter gebe. Ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit habe,
im Rathausinnenhof die einfach umsetzbaren Prinzipien von Lebe leichter
(www.lebe-leichter.com) interessierten Menschen zu zeigen und zu
erklären.  Dazu gibt es auch ein Gewinnspiel. Der erste Preis ist ein
Platz in meinem Lebe leichter Kurs im Wert von 98,-€, der zweite Preis
ist das Buch "Lebe leichter - Genial normal zum Wunschgewicht" von
Heike Malisic und Beate Nordstrand.
Die Termine im Rathausinnenhof: Samstag,  6. Juni um 12 Uhr sowie
Sonntag, der 7. Juni um 17 Uhr.

Sonntag, 17. Mai 2015

Wer hätte gedacht...

... dass eine Leistenzerrung auch Vorteile haben kann? Um das auszukurieren, muss ich
im Schongang laufen, will heißen: Keine unnötigen Belastungen. Also habe ich drei
wanderintensive Vorhaben, auf die ich mich gefreut hatte, für dieses Wochenende
unterlassen. Langweilig war mir trotzdem nicht, denn ENDLICH kam ich dazu,
meinen Kleiderschrank von Winter auf Sommer umzurüsten. Wie immer fand ich
dabei Sachen, die ich nur aus Sentimentalität und Mitleid aufhebe, aber in Wirklichkeit
nicht trage. Die Aussortierung war ein kleiner Befreiungsschlag. Zeitgleich wischte ich
die Schrankfächer mit Essigwasser aus, das schlägt die Motten in die Flucht.
Die bunten Sommersachen zur Hand zu nehmen ist wie eine Ver-heiß-ung: Die
schönsten Monate liegen vor uns. Und bald kann ich mich auch wieder uneingeschränkt
bewegen. Bis dahin suche ich nach Bewegungseinheiten, die die heimgesuchte Stelle
nicht beanspruchen. Mit den Smoveys geht da ganz viel, ebenso mit dem Theraband.
Aber mein geliebtes Joggen und Fahrrad fahren vermisse ich trotzdem!

Dienstag, 12. Mai 2015

Hauptgewinn günstig zu verkaufen

Anlässlich einer Benefiz-Sportaktion mit Verlosung hatte ich es für eine gute Idee
gehalten, als Preis einen Platz in meinem nächsten Lebe leichter-Kurs zur Verfügung
zu stellen.
Die Teilnehmer waren bunt gemischt - hautfarbenmäßig, altersmäßig und gewichtsmäßig.
Natürlich hoffte ich inständig, dass jemand den Kursplatz gewinnt, der ihn gut
gebrauchen kann. Die Gewinnerin war ein schmales Kind, das seine superschlanke
Mama dabei hatte.                                                                                                                        
 Jemand machte den Vorschlag, den Kursplatz vergünstigt an einen
Interessenten zu verkaufen und das Geld dem Kind zu geben, damit es etwas von
seinem Gewinn hätte. Wir Beteiligten waren damit einverstanden.
Im Normalfall kostet der 12 Wochenkurs 98,-€. In diesem speziellen Fall biete ich
einen Kursplatz für den Herbst in Bamberg für 70,-€ an.
Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Mittwoch, 15. April 2015

Sterne zu Ostern

Das kam so: Eine liebe Nachbarin und Freundin hat mir kurz vor Ostern erklärt,
wie sie gemacht werden, die Sterne aus Teebeutelkuverts.
Irgendwie haben wir es nicht früher geschafft.
So etwas hat mich schon immer fasziniert: Aus Abfall etwas Schönes, Neues herstellen.
Anstatt Chips knabbern vor dem Fernseher ist das eine tolle Alternativbeschäftigung.
So saß ich also in der Osterzeit abends auf dem Sofa bei irgendeiner Sendung und
faltete versuchte mich im Sternefalten. Hätte ich bis Advent gewartet, hätte ich keine
Ahnung mehr davon gehabt. Meine ersten Versuche zeige ich hier lieber nicht,
stattdessen habe ich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung fotografiert.


Du brauchst 8 Teebeutelkuverts. (Nebenbei ein toller Anreiz, genug zu trinken.)


Schneide die weißen Ränder ab.


Drehe das Kuvert um und klappe das kleinere Ende auf.


Falte ein Dreieck.


Schneide das weiße Papier ab.


Klappe eine Ecke um.


Klebe die Zacken so ineinander, dass das kleine gelbe Dreieck dabei zur Hälfte bedeckt ist.
Punktkleben genügt.


Probiere das Einfügen der letzten Zacke zunächst ohne Kleber aus.


Knicke die kleinen Dreiecke nach innen.


Falte sie wieder auf und plustere die großen Zacken durch sachtes seitliches Andrücken etwas auf.
So erhält Dein Stern einen 3D-Touch.


Sieht doch gleich besser aus als ein chipsverkrümeltes Sofa.



Sonntag, 12. April 2015

Verführerisch...

...war es heute für mich, dass eines der Kinder eine Packung Nougat Bits eingeschleppt hat.
Die stand dann so ganz unschuldig und sehr geduldig in der Küche herum und sendete
von Zeit zu Zeit Signale aus: "Da ist Vollkorn drin. Enthält auch gesunde Nüsse."
Ich sehe auf die Nährwertangabe: Stolze 452 Kalorien pro 100 Gramm.
Macht es Sinn, die Packung in den Keller zu verbannen, wo sie mich nicht anstarren kann?
Dann sehen die Kinder sie nicht und essen sie nicht leer. Aber ich weiß, wo sie steht und
werde sie vermutlich in einem Süßanfall komplett leerfuttern.
Also guckt sie mich weiter geduldig an. "Heute ist Sonntag, da kannst du dir was gönnen",
scheint sie zu flüstern. Gedanklich spiele ich das Szenario durch. Am Anfang steht die
gute Absicht, nur mal eine Handvoll zu naschen. Die raffinierten Geschmacksstoffe jedoch
raffen jeden guten Vorsatz dahin, das weiß ich ganz genau.
"Es ist nur noch wenig drin. Wenn du mich alle gemacht hast, hast du deine Ruhe."
Wirklich? Mit der Ruhe scheint es dann eher vorbei zu sein, denn wenn mein
Blutzuckerspiegel erst einmal hochgejagt ist, befindet sich mein Verstand im Magen.
Dann will ich immer mehr Süßes haben.
Wenn ich zu feilschen beginne, habe ich verloren. Wie war das nochmal gewesen?
Zehn Minuten warten, bis man wieder klar denken kann und sich dann Alternativen
überlegen. Die Abbildung auf der Packung mit den süßen Teilchen reizt mich konstant,
sobald ich die Küche betrete. Singles haben es gut, die können selber bestimmen, welche
Nahrungsmittel bei ihnen herumstehen.
Jetzt formt sich ein grandioser Gedanke: Mach dir einen schönen großen Kaffee. Nicht
irgendeinen. Deine Lieblingssorte. Amaretto.
Wie konnte ich vergessen, wie lecker das schmeckt! Ich schlürfe eine riesengroße Tasse,
schwach dosiert, starker Geschmack. Dann machen mein Liebster und ich spontan einen
langen Spaziergang. Wieder zuhause gibt es dann ein genial normales Abendessen, als
Abschluss trinke ich eine große Tasse Kakao mit Zimt.
So standhaft bin ich nicht immer, aber hoffentlich immer öfter.