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Donnerstag, 20. August 2015

Personal Trainer

Eine kreative Schreibgruppe in Bamberg heißt "die Textweber".
Einmal wöchentlich treffen wir uns und schreiben zu einem
Thema, das einer mitbringt. Einmal hieß das Thema: "Die Frau
im Blumenkleid". Vorbelastet, wie ich nun mal bin, fiel mir
folgendes Gedicht ein:

"Ach liebe Fee, ich wünsche mir
eine Traumfigur von dir.
Dies Blumenkleid hier ist so schick.
Es zu tragen wär' mein Glück.
Doch schau mich an, wie seh' ich aus!
'Nimm halt weng ab', sagt da mein Klaus.
Ja, wenn das halt so einfach wär'.
Abzunehmen ist so schwer!
Schwing' deinen Zauberstab, und zack!
brauch ich nicht mehr Zelt noch Sack."
"Liebe Freundin, diesen Stab
der Werkstattmensch mir neulich gab.
'Garantier'n kann ich für nix.
Mal spinnt er rum, mal ist er fix.
Kosten tut es diesmal nix',
so sprach er mit den Schultern zuckend
und sich vor meinem Zorne duckend.
Äußerst unklar ist nun, ob
dein Ziel ein Flop wird oder top."
"Hey Fee, was sollen die Bedenken!
Ich will nicht qualvoll mich verrenken,
sodass das Blumenkleid ich sprenge.
Schluss mit der Klamottenenge!
Her mit deinem Zauberstab!"
Sprach's und nahm der Fee ihn ab.
"Hokus, pokus, eins, zwei, drei -
die Traumfigur wünsch ich herbei!"
Da fuhr das Leben in den Stab
und setzte ihn sofort in Trab.
Wirbelnd hetzte er die Frau,
verfolgte sie durch Feld und Au
bis sie floh zu ihrem Bau.
Er schlüpfte mit ihr durch die Türe
und guckte hinterm Schrank herfüre,
sah genau zu, was sie aß,
und als schließlich voll das Maß,
machte bitter er das Essen,
sodass verwirrt sie dagesessen.
Am nächsten Tag in aller Frühe
gab der Zauberstab sich Mühe
sie rauszukitzeln aus dem Bette
und zu jagen um die Wette.
Bergauf, bergab, 'ne Stunde lang
bis Schweiß aus allen Poren drang.
Beim Frühstück dann dasselbe Spiel:
Bitter wurde, was zu viel.
In einem Anfall von Empörung
sann sie auf Rache und Zerstörung.
Den Stab versuchte sie zu greifen,
der krümmte sich zu einem Reifen
und rollte stetig vor ihr her.
Sie bemühte sich zwar sehr,
doch stets verfehlte sie ihn knapp.
Wieder ging's bergauf, bergab.
So lief das Spielchen nun tagtäglich,
sie fand es einfach nur unsäglich
und war das Ganze furchtbar leid-
da fiel ihr wieder ein - das Kleid,
bestickt mit wunderschönen Blumen.
Bei nicht mehr allzu viel Volumen
passte es ganz wunderbar,
ja, sie glich fast einem Star.
Da ward ihr endlich sonnenklar,
was für ein versteckter Segen
in diesem Zauberstab gelegen.
Der winkte fröhlich, rief "Adé!"
und flog zurück zu seiner Fee.

Dienstag, 18. August 2015

Heute wünsche ich dir...

drei taugliche, topfitte, traumhafte, tiefenwirksame,
taufrische, tafelfreudige, turbofettkillermäßige,
trotzige, todesmutige, trennkostlose, tolle Teller
mit dem, was dir schmeckt.
Hier ein paar genial normale Bilder:


sommerliches Frühstück
sommerliches Mittagessen
   

Donnerstag, 13. August 2015

Das Gute liegt so nah

... nämlich in unserem wildwüchsigen Reihenhausgarten.
Hier ein paar Impressionen.












Dienstag, 11. August 2015

Das geht zur Zeit nur ganz früh

... nämlich Sport, der die Poren zum Überlaufen bringt.
Damit bleibt der Kreislauf stabiler, wenn die Schallgrenze
von 30 Grad durchjagt wird.
Eine neue Anregung habe ich durch ein YouTube Video
gefunden. Einfach bei Google "Jillian Michaels" eingeben,
dann findet man schnell hin. Kein umständliches Lesen,
einfach die Übungen mitmachen, die Kreislauf und Muskeln
von Kopf bis Fuß durchkneten, eine knappe halbe Stunde lang.
Hinterher bist Du froh. Versprochen.

Samstag, 8. August 2015

Stehplatz, ja bitte!

Für langes Sitzen sind wir einfach nicht geschaffen.
Es gibt schlaue Computerarbeitsplätze mit einem
Laufband untendrunter. Klingt reizvoll, aber so weit
bin ich technisch noch nicht. Auch ein schickes
Stehpult ist noch Zukunftsmusik. Aber ich habe ein
Bügelbrett. Da steht zur Zeit mein Laptop drauf.
Diesen Blogbeitrag schreibe ich also im Stehen.
Fühlt sich gut an und mein Rücken sagt danke.

Freitag, 7. August 2015

Sommer ist...

wenn der Teenager so lange in den Kühlschrank guckt,
bis die Küche kalt und der Kühlschrank warm ist und
dann feststellt: "Es ist nichts zu essen da."
Sommer ist aber auch: Heizkosten sparen, duftende Mondnächte,
erfrischende Eiswürfel, verträumtes Morgenlicht, ab und zu ein
schöner Schmetterling, keine Socken sortieren, nette Leute
treffen, aromatische einheimische Tomaten...

Mittwoch, 5. August 2015

Auch Wespen haben ihren Sinn

Kaum sitzt die Geburtstagsgesellschaft am Kaffee- und Kuchentisch im Freien,
schwirrt die Wespenmannschaft aus dem Nichts herbei. Sie findet Kuchen genauso
toll wie ich, hat das Zeug dazu, sich schaufelbaggermäßig darüber herzumachen,
genauso wie ich. Dass Wespen eine wichtige Funktion in der Nahrungskette haben,
ist mir an dem Nachmittag aufgegangen: Mit Umsicht habe ich jedes Stück begutachtet,
bevor ich es in den Mund schob. Die schwarzgelben Freunde haben mich zum
Langsamessen gezwungen. Und weil sie sich aus Wasser nichts machen, habe ich
das voll ausgenutzt und viel getrunken. Und überhaupt: Das Zusammensein mit den
netten Frauen hat meine Seele satt gemacht :)