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Mittwoch, 26. Februar 2014

Hechtleber auf Toast???

Bei mehreren Anglern in der Familie fällt ab und zu ein
kapitaler Hecht an. Nun riechen Fische im Allgemeinen
nicht so prickelnd, aber Hechte haben einen sehr speziellen
Geruch. Dementsprechend brauchen sie eine besondere
Zubereitungsweise. Aber dann können sie so richtig, richtig
lecker sein. So ein Gericht bringt sogar das Weltbild von
Fischverächtern ins Wanken.
Nun hatte ich gehört, dass Hechtleber auf Toast so delikat
sein soll. Also bat ich meine Angler, dass sie mir beim
Ausnehmen die Leber mitbringen sollen. Naja, sie roch
halt so, wie Hecht riecht. Also brutzelte ich sie kräftig in der
Pfanne und geizte nicht mit Salz und Pfeffer.
Das Zeug lag mir schwer im Magen. Um den fischigen
Nachgeschmack loszuwerden, übertönte ich ihn tüchtig
mit Süßem. Auch wenn das nicht zum Lebe-leichter-Konzept
passt, aber dadurch war mir wohler.
Was also könnte ich künftig mit verdächtigen Lebensmitteln
tun? Rezensionen googeln oder an unsere beiden Hühner
verfüttern. Deren Eier sind kein Experiment, sondern
zum Glück einfach nur gut.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Maxi im Mini

Das muss ich näher erklären. Mini steht für Kleidungsstücke, in denen ich früher
wie eine Leberwurst aussah oder mich so fühlte. Weil meine Essens- und Süßig-
keitenportionen einfach viel zu üppig waren. Mein Magen hat sich umgewöhnt auf
moderate Mengen, demzufolge hat das Leberwurstgefühl aufgehört.
Ein Maxi ist ein Essens-Extra, das zweimal in der Woche erlaubt ist. Also nicht
eine Schlemmerorgie, aber zum Beispiel ein Stück Torte oder eine Laugenbrezel
mit Butter außerhalb der Mahlzeiten. Was ich früher gedankenlos weggeputzt habe,
genieße ich nun ganz besonders und freue mich drauf. Heute war so ein Maxi-Tag.
Mit bestem Gewissen ließ ich mir zwei kleine Bratäpfel mit Walnussfüllung und drei
Stückchen Nussschokolade schmecken, mitten am Nachmittag. In Klamotten, um
die ich früher eine weite Weste gehüllt habe. So kann Maxi im Mini gehen.

Montag, 17. Februar 2014

Schrankenlos danken

Vielleicht kennt Ihr die nette Geschichte von dem Mann,
der jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in seine linke
Hosentasche steckte. Immer, wenn er etwas Schönes
erlebte, steckte er eine der Bohnen in seine rechte Hosentasche,
und am Abend zählte er sie.
Mal sehen, wie groß mein Bohnenhaufen am bisherigen Tag
schon ist. In der Zeitung lese ich von der großen Not der
syrischen Bevölkerung und würde den Leuten dort am liebsten
alle meine Vorräte schicken. Deshalb: Danke, danke, danke für
meine Nahrung. Und auch danke dafür, dass ich klüger damit
umgehen kann als früher. Danke für das Lebe leichter Konzept.
Danke, dass ich heute immerhin zehn Minuten Trampolin
gesprungen bin. Danke, dass ich mich bei meinem Kind
entschuldigt habe. Danke, dass heute schon, am 17. Februar,
die Krokusse blühen und die Bienen summen. Danke für ein
nettes Telefongespräch. Danke für meine Waschmaschine.
Danke für Klaviermusik. Danke, dass das verstopfte Klo
wieder frei ist. Danke für diesen Blog hier und für alle Freunde.
Danke, dass es Bohnen gibt.
Gott sei Dank, wem sonst?

Montag, 10. Februar 2014

Früher und heute

In den 50er Jahren war der Durchschnittsverdiener dünn, weil der Kauf von
Nahrungsmitteln 50% des Budgets ausmachte.
Heute ist es eher umgekehrt, wenn man sich nicht dauernd von Feinschmecker-
Spezialitäten ernährt. Wir schwimmen geradezu im Essen. Andauernd könnte
man naschen und knabbern und wird nicht ärmer. Eigentlich ein Schlaraffenland.
Wenn bloß die unfreundliche Waage nicht wäre!
Übersicht, Ruhe und eine wohltuende Ordnung in mein Essverhalten brachte das
einfache Lebe leichter Konzept. Ich bin total froh, dass ich mich dabei nicht brutal
disziplinieren und zähneknirschend Verzicht üben muss. Diese lebenslange
Langlebigkeit macht Lebe leichter konkurrenzlos. Meine Kursteilnehmer freuen
sich, dass sie es gerade kennenlernen. Es macht einfach Spaß!

Dienstag, 4. Februar 2014

Lebe attraktiv

Ein Imperativ, den die Kosmetik- und Bekleidungsindustrie uns mit allen Tricks
in unser Gewissen und unseren Geldbeutel jagen will. Topmodelig aussehen ja klar,
geht das auch ohne Produkte, die einen zum Banküberfall zwingen?
Jede(r) hat tolle Markenzeichen an sich, hat Vorzüge und Liebenswertes.
Und je höher die Anteile des JA zu sich selber, desto schöner, desto mehr Lust,
das Rohmaterial Körper kreativ zu bearbeiten.
Eines der besten und billigsten Kosmetika ist viel temperiertes Wasser. Wer auf
den Geschmack gekommen ist, weiß es zu schätzen.
Was das mit der Abnehmgeschichte zu tun hat? Wer sich selber doof findet, neigt
leichter zum Frustessen. Wer sich mag, strahlt das aus und gibt sich leichter mit
maßvollen Mahlzeiten zufrieden.
Ich habe das erst so langsam ab 40 gecheckt. Mit jedem Jahr wird es besser.
Wenn da nicht das Alter sein Schrecken verliert...