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Mittwoch, 30. Dezember 2015

Ein kleines Gedicht

Bei einer banalen Arbeit fliegt mich manchmal eine Idee an,
zum Beispiel das folgende Gedicht, mit dem ich mich selber
ein bisschen motiviert habe (weil mich über die Feiertage gern
das ein oder andere Pfündchen anfliegt):

Figur schrotten?
Die Klamotten
sollen passen.
Zuviel naschen
einfach lassen.
Freude im Leben
kann nicht nur Süßes geben.
Wenn du gern tanzt
oder pflanzt
oder kegelst
oder segelst,
wenn du gern singst,
musizierend klingst,
wenn du Altes aufmöbelst
Naschorgien anpöbelst,
dann fühst du dich wohl
wie die Raupe im Kohl.
Jawohl.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Ein bisschen Vorarbeit


Leichtere Mahlzeiten vor den Feiertagen können nicht schaden.
Gestern habe ich ein Gemüsekuchen-Rezept ausprobiert.
Es wurde von meiner Familie angenommen, und das will immer
was heißen!!!
Etwas Zeit für das Geschnipsel muss eingeplant werden. 
Die lohnt sich.

Zutaten für vier Personen:

3 bunte Paprika, ein Bund Lauchzwiebeln, 2 Zucchini, 2 Möhren,
1 Broccoli (ersatzweise ein Wirsing oder Blumenkohl)
3 Eier, 70 g Butter oder Olivenöl, 180 g Mehl (gern auch Dinkel-
oder Weizenvollkornmehl), ein Päckchen Backpulver,
1 Packung Fetakäse

Möhren feinhobeln, anderes Gemüse kleinschneiden.
Mit dem Teig gut vermengen.
Alles auf das tiefe Backblech geben.
Salzen und pfeffern.
Gewürfelten Käse darüber verteilen.
50 Minuten bei 200 Grad garen.


Das Rezept stammt aus dem Buch "Bleibe leichter in einem bewegten Alltag" von Heike Malisic und Beate Nordstrand.

Sonntag, 20. Dezember 2015

Die vierte Kerze

Bis vor Kurzem habe ich gedacht, die vier Adventkerzen 
sind ausschließlich dazu da, den Kindern die Zeit bis zum
Weihnachtsfest anschaulich darzustellen.
Wie schön, dass ich ein Leben lang dazu lernen kann!
Die Kerzen stehen nicht nur für die vier Sonntage, 
sondern auch für die vier Himmelsrichtungen, sprich,
für die ganze Welt. Will heißen: Jesus kommt als Licht
für die ganze Welt. Ist doch genial, oder?

Samstag, 19. Dezember 2015

Eiskalt erwischt

Es geschah neulich auf dem Heimweg von einem Lebe leichter- Kursabend:
Das Auto hinter mir platzierte genau in meinen Rückspiegel die Aufschrift:
STOP POLIZEI.
"Die können unmöglich mich meinen. Ich hab doch nichts falsch gemacht",
dachte ich. Sie meinten mich aber doch.
"Allgemeine Verkehrkontrolle. Ich möchte bitte Ihre Papiere sehen", sagte 
die freundliche Beamtin. Wenn es weiter nichts ist. die befinden sich ja
immer im Handschuhfach. IMMER. Ich blätterte zwischen Parkscheiben,
Einkaufszetteln und diversem Kram. Hä? Nochmal blättern. Nichts.
"Können Sie sich irgendwie ausweisen?" 
Ich dachte hektisch nach. Als einziges fielen mir meine Visitenkarten ein:
"Christine Gehrig, Lebe leichter-Coach, Nordic Walking Trainerin..."
Das schien einen seriösen Eindruck zu machen, dennoch wurde ein
Alkoholtest durchgeführt. Wie gut, dass wir bei den Kursabenden literweise
tolle Tees trinken. Weihnachtstee mit Aroma von Zimt und gebrannten Mandeln
ersetzt den Glühwein.
"Keine Promille, alles in Ordnung."
Ich zuhause zu meinem Mann: "Sag mal, wo sind unsere Führerscheine?"
"Ups, heute hatte ich das Auto in der Werkstatt, da habe ich sie rausgenommen."
Gut, im Zweifelsfall ist es mir lieber, ein fahrtüchtiges Auto zu haben.
Und es ist meine eigene Verantwortung, dass ich, wenn ich mich ans Steuer setze,
alles vollständig dabei habe.
Verkehrscheck macht die Polizei, Gesundheitscheck macht der Arzt. Ist es nicht toll,
wenn es jedes Mal heißt: "Alles in Ordnung."?

Freitag, 11. Dezember 2015

Ist Schokolade böse?


Ein wichtigrichtiger Satz bei Lebe leichter heißt:

NICHT DAS ESSEN MUSS SICH ÄNDERN,
MEIN ESSVERHALTEN MUSS SICH ÄNDERN.

Sehen wir uns mal an, wie sich das mit der Schokolade verhält.


Wir freuen uns über die nette Geste unserer freundlichen Nachbarn zum Nikolaustag.

                                Wie aber gehe ich mit meiner eigenen Nikolausfigur um?

                                              Sofort aufessen? Weiterverschenken?

                          Zwischen Exzess und Askese gibt es die kreative Genießermitte.


Hier ein Frühstück mit zwei Scheiben Vollkorntoast, Quark, Birnenspalten

                  und etwa einem Drittel der Schokofigur in Stücken darübergebröselt.

  Dazu eine Mandarine. 



Eine weitere Frühstücksidee ist ein Grießbrei aus einem Viertelliter Milch,

                  2 Esslöffeln Vollkorngrieß und wieder etwa einem Drittel der Schokofigur, 

                                                     die darin schmilzt. Dazu ein Apfel.



                  Diese heiße Schokolade besteht aus dem letzten Drittel, das in einem 

            Viertelliter heißem Wasser und einem Viertelliter heißer Milch schmelzen durfte.

                           Mit Zimt bestäubt ein flüssiger Nachtisch oder ein kleines Extra.

         
        

   

         
         
         

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Guter Start

Anfang 2016
viele Leute lechzen
nach weniger Pfunden
damit sie gesunden.

Dazu biete ich wieder den großartigen Lebe leichter Kurs an.
Das Konzept ist im Alltag sehr gut umsetzbar, es erfordert keinen
zusätzlichen Aufwand und ist wissenschaftlich fundiert.
Wenn Sie sich unverbindlich informieren möchten, sind Sie
herzlich eingeladen zum Informationsabend am

Donnerstag, den 14. Januar 2016 um 19 Uhr in Bamberg,
Hainstraße 23 bei Mehrwert.

Der Kurs selbst beginnt eine Woche später am

Donnerstag, den 21. Januar 2016 um 19 Uhr bei der
gleichen Adresse.

Er umfasst 12 Abende und kostet 98,-€ zzgl. 19,95 €
für das Lebe leichter-Buch und den Planer (Ernährungstagebuch).

Wer keine Lebe leichter-Gruppe in seiner Nähe hat, kann auch
gerne das Online-Coaching bei mir buchen. Es dauert ebenfalls
12 Wochen und kostet so viel wie der Kurs.
Eine Onlinerin schrieb mir am Schluss:
"Vielen Dank für unglaublich wertvolle 12 Wochen."

ÜBRIGENS: Am kommenden Samstag, den 12. Dezember wird
ein Lebe leichter-Kursplatz bei www.inFranken.de im Online-Advents-
kalender verlost. Das ist den ganzen Tag bis 22 Uhr möglich.
Also am besten dick im Kalender notieren und/oder sich vom Handy/
Smartphone erinnern lassen.

Montag, 7. Dezember 2015

Selber entscheiden

Ich will eine schöne Adventszeit haben, jawohl!
Deshalb habe ich beschlossen, mich an den schönen Dingen
um mich herum zu erfreuen und das Gejammer um den
Konsumwahn auszublenden.
Das ist eine gute Entscheidung, denn eine dankbare Haltung
hält mein Seelengefüge zusammen.
Dankbar bin ich für die heutigen Walking- und Nordic Walking-
Kursstunden, die ich mit sehr liebenswerten Teilnehmern im
Bamberger Hain gehalten habe. Und das bei goldenem Sonnenschein!
Ich bin dankbar für mein momentanes Haushaltschaos, zeigt es mir doch,
dass mein Leben aus mehreren spannenden Dingen besteht, nicht
ausschließlich aus Putzen.
Und ich freue mich, dass mein eilig gekochtes Mittagessen trotzdem
Anklang fand: Rosenkohl mit Käsesauce überbacken, dazu Kartoffel-
Romanesco-Püree.
In diesem Sinne wünsche ich allen Bloglesern eine sehr schöne Adventszeit.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Weihnachten früher und heute

Plätzchen sind superlecker, keine Frage. Deswegen habe ich zu
früheren Weihnachtszeiten Rekordmengen davon gebacken und
verdrückt. Als ich mit meinem zweiten Kind schwanger war und
nach Neujahr mal wieder zur Vorsorge erschien, sagte der Arzt:
"Aufpassen mit dem Gewicht". Meine übermäßige Zunahme hatte
mich so erschreckt, dass ich ab diesem Tag sehr bewusst aß. Bei
der nächsten Vorsorge hatte ich ein Kilo abgenommen. Zum Glück
hat das dem Kind nicht geschadet. Nun aß ich ein klein wenig mehr
und so hat sich die Zunahme normal entwickelt. Trotzdem brauchte
ich nach der Geburt noch weite Kleidung. Eine Hebammenweisheit
hat mir geholfen, gelassen zu bleiben: "Neun Monate braucht der
Bauch zum wachsen, neun Monate braucht er, um die alte Form
wieder zu bekommen." Bei mir hat das tatsächlich gestimmt.
Heute esse ich auch noch sehr gern Plätzchen, aber eben nicht
mehr exzessiv. Am letzten Samstag habe ich meine selbstgebackenen
Vollkornplätzchen beim Adventsmarkt auf dem Gutshof meiner Eltern
verkauft. "Au weh, die Kalorien!", sagte eine Kundin. "Man kann die
Tüte in einer Stunde oder in einer Woche leer essen", sagte ich augenzwinkernd.
Nächstes Jahr muss ich mehr backen, sie gingen reißend weg.




Mittwoch, 18. November 2015

Die schlaue Kartoffel

Die Materialien für meine Kursabende lagern in verschiedenen Schubladen.
In der ersten Schublade bewahre ich "Lebensmittel" aus Holz auf, die aus dem
Kinderkaufladen stammen oder aus Großmutters Nähbedarf: Käse, Obst und
Stopfeier. Diese und andere Anschauungslebensmittel brauche ich für den
ersten Kursabend.
Als ich heute den achten Abend vorbereitete, brauchte ich dafür ein Bild aus
der ersten Schublade. Dabei kam mir die durchsichtige Tüte mit den Holzsachen
in die Finger. Ich stutzte, dann lachte ich. Seit Ende September hat sich eine
Kartoffel dazwischengeschmuggelt, die genau die selbe Farbe hat wie die Eier.
Erkannt habe ich sie an den langen Trieben, die sie während ihrer Gefangenschaft
gebildet hat.
Wie kriege ich nun die Kurve zum schlauen Vergleich?
Ganz einfach: Wir Menschen unterliegen des öfteren unserer Bequemlichkeit
und ungesunden Essensgelüsten. Kriegen wir die Kontrolle darüber nicht wirklich
hin, leben wir auch in einer Art Gefangenschaft, umgeben von Essen.
Durch ihre Triebe strebte die Kartoffel dem Licht entgegen, d.h., sie unternahm
aktive und konkrete Schritte, ihre Situation zu verändern.
"Lass dich nicht von deinen alten Gewohnheiten überwinden, sondern überwinde
diese durch neue gute Gewohnheiten." In diesem Satz verändert sich das Passiv
hin zum Aktiv. Es tut so gut, eigene Strategien zu entwickeln, um eingefahrenen
Mustern eins auszuwischen.
Zum Beispiel bei Einladungen: Das Nahrungsangebot reicht meist für zwei
Fußballmannschaften. Locker könnte man eine Wochenration auf einmal verputzen.
So sieht das alte Muster aus. Neu, neu, neu und herrlich leicht: Viel mit den netten
Leuten reden, Interesse entwickeln und reichlich Wasser trinken. Essen: Mäßig und
langsamgenussvoll und am besten nur Dinge, die man noch nicht kennt.
Wir sind die Chefs und die Bestimmer über unsere Gesundheit.
Lasst uns schlau wie eine Kartoffel sein!



Donnerstag, 12. November 2015

Novemberbluesnews

Einen verschwindend kleinen Teil tragen Mama und Papa bei,
und dann entsteht wie von Zauberhand von Meisterhand ein
neuer kleiner Mensch, den es so noch nie gegeben hat mit
einer eigenen Stimme, unverwechselbaren Gesichtszügen
und einer einzigartigen Persönlichkeit. Sehr intensiv erlebe
ich dieses Schöpfungswunder an meiner neugeborenen Enkelin.
Ich empfinde aber auch in meinen  Lebe leichter-Kursen sehr
stark, wie liebenswert und originell jeder einzelne Teilnehmer
ist. Versöhnt mit dem eigenen Körper leben, ihn als Freund
betrachten, gut und selbstachtungsvoll mit sich umgehen, das
zieht sich wie ein roter Faden durch die Abende.
"Noch keine Traumfigur? Du bist bereits jetzt unbezahlbar!"
So steht es auf einem Poster, das ich an einem der Abende
für jeden gut sichtbar aufhänge.
Jeder wurde auch mit einzigartigen Fähigkeiten beschenkt.
Wie prestigeträchtig diese wirken mögen oder nicht, sei
dahingestellt. Hauptsache, man traut sich, diese auszuleben
und hat seine Freude daran. Auch wenn es etwas klitzekleines
ist. Herbstlicher Fensterschmuck aus gepresstem Laub und
mit Tesaröllchen fixiert zum Beispiel. Guck mal, wie das
aussieht, wenn die Sonne durchstrahlt!

Dann wird das Essen zu einer schönen Nebensache.

Mittwoch, 4. November 2015

Endlich

Auch wenn Esther hart gerungen
ist Gott ein Riesenwurf gelungen.
Ein winzigzartes Wunderwesen
ist in ihrem Bauch gewesen.
Endlich kann es jeder sehen,
doch wer kann das schon verstehen,
wie so ein Menschenkind sich formt,
einzigartig, ungenormt!?
Wir freu'n uns mächtig, klar, und wie!
Über unsere Enkelin Mila Sophie.

Sonntag, 1. November 2015

Vorfreude

Zur Zeit hüte ich das Bett. Hatte schon völlig verlernt, wie sich Kranksein anfühlt.
Den Sinn sehe ich nicht ein außer: Pass das nächste Mal besser auf dich auf, damit
du dich nicht wieder verkühlst.
Meine Bewegung besteht gewissermaßen im Weg zwischen Bett und Bad. Und draußen
lockt die Sonne. Aber die scheint mir ins Gemüt und weckt die Vorfreude auf lockere
Walking-Anfänge. Auch eine weitere Vorfreude muss darf ich weiter auskosten:
Das Baby meiner Tochter ist noch unterwegs.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Lauter Originale

So ein Lebe leichter-Kursabend besteht ja nicht nur aus Wiegen und Ernährungstipps
und dem Durchziehen eines Themas. Immer wieder gibt es auch Austausch, Ideenreichtum
und Gelächter. Und immer wieder komme ich ins dankbare Staunen über das, was in
den Teilnehmern steckt, über ihre Einzigartigkeit und das, was ich von ihnen lernen kann.
Lauter Originale eben. Wir sind weit mehr als ein Verdauungssystem auf zwei Beinen.
So ist das auch mit unserer künftigen Enkeltocher. Ein nie dagewesenes (und noch nicht da seiendes) Menschenkind mit einem unvorstellbaren Wert. Die Spannung steigt und steigt und steigt...

Sonntag, 25. Oktober 2015

Bunter Oktober

Nicht nur in den Laubtönen drückt sich dieser wunderbare Monat aus,
unser Schöpfer hat ihm auch farbenfrohe Früchte mitgegeben.
Sie kommen heuer so reichhaltig im Garten und in der Natur vor, dass man
ganze Fußballfelder damit pflastern könnte.
Auf eine ganz besondere Frucht warten wir noch, aber lange kann es
nicht mehr dauern, bis unser Enkelkind zur Welt kommt.








Freitag, 23. Oktober 2015

Ausgerechnet ich

"Zweimal in der Woche etwas Alkoholisches ist ein guter Richtwert",
erkläre ich meinen Kursteilnehmern. "Das könnt ihr dann bewusst
genießen und braucht keine Bedenken haben, dass ihr davon zunehmt."
Ich selber vertrage wenig und bekomme sehr schnell einen Schwips.
Zu wenig geeicht durch mangelnde Übung.
"Wer drei Kilos weg hat, bekommt von mir ein kleines Dessertschälchen,
also so einen größeren Teelichthalter", erkläre ich ebenfalls meinen
Teilnehmern. "Da passt ein portionsgerechter Nachtisch rein."
Ich hatte eine Kiste voll von diesen Teelichthalten bestellt.
Gestern kam eine Kiste mit der Post. Sie klang gläsern.
Darin befanden sich drei Flaschen Riesling. Ich habe sie bei
einem Gewinnspiel gewonnen, bei dem es auch eine Menge anderer
Preise gab. "Ausgerechnet ich", lachte ich.
"Demnächst haben wir ja einen Anlass zum Anstoßen", sagte mein Liebster.
Ja richtig, in Kürze und mit Höchstspannung erwartet kommt unser erstes
Enkelkind zur Welt.
Die Kiste mit den Teelichthaltern ist dann heute gekommen, 72 Stück.
Multipliziert mit drei macht das 216 Kilos. Ich liebe es, wenn meine
Teilnehmer äußerlich abnehmen, aber ich liebe es genauso, wenn sie
viel Ermutigung und Wertschätzung für ihr Leben mitbekommen und
neu motiviert werden, sich mit ihren Fähigkeiten auszutoben.
Eine Teilnehmerin hat ihre Leidenschaft für das Nähen wieder entdeckt
und näht wunderschöne Hingucker-Kleidung, auch für ihre Enkelkinder.
Ich übe noch. Vielleicht gelingt mir auch mal ein Volltreffer, das ist dann
wie ein Gewinn bei einem Gewinnspiel.


Mittwoch, 21. Oktober 2015

Ganz mutig

Unvorstellbar aber wahr: Für eine lange Zeit hatte ich geglaubt, dass ich ohne
Kohlenhydrate besser leben könnte. Diese Mär hatte sich auf verschiedenen
Kanälen in mein Hirn geschlichen und traf dort auf willige Aufnahmebereitschaft,
war ich doch sehr daran interessiert, nicht dick zu sein. Also keine gesunden
Haferflocken, kein kerniges Brot, keine schmackhaften Kartoffeln. Dafür umso
mehr Eiweißhaltiges und dazu so viel Gemüse und Obst wie möglich. Was
habe ich mich angestrengt! Aller Disziplinwilligkeit zum Trotz holte sich mein
Körper seine schmerzlich vermissten Satt- und Glücklichmacher durch
unerklärliche Heißhungeranfälle. Mein so gerne Richtig-essen-wollen bekam
kämpferischen Charakter: Hey Körper, wer ist stärker, du oder ich? Mal siegte
ich, mal siegte er. Irgendwann bekam ich mit, dass es auch einfach geht:
Ein Drittel der Essmenge auf dem Teller darf und soll aus Kohlenhydraten
bestehen. Ganz mutig wagte ich mich heran. Was würde die Waage dazu sagen?
Sie reagierte ungewöhnlich freundlich. Ein Drittel  Nudeln oder Reis ist genug,
um zufrieden satt zu werden, aber zu wenig, um zuzunehmen. Abgenommen
haben zwei Dinge bei mir: Die Heißhungeranfälle und das Hüftgold.
Weil genial normal essen offensichtlich so unnormal geworden ist, gebe ich
dieses Wissen in den Lebe leichter Kursen weiter.
"Ich bin so froh, dass ich wieder Brot essen darf!", gestand eine Teilnehmerin
und hat 10 Kilo abgenommen.






Mittwoch, 14. Oktober 2015

Ungewollt auf Level 2

Ab und zu nehme ich meinen Laptop mit ins Wohnzimmer und halte mich fit mit den
Schredderübungen von Jillian Michaels. Aber seit Monaten läuft der Film immer auf Level 1.
Immerhin habe ich es irgendwann geschafft, lückenlos alles mitzumachen.
Vor ein paar Tagen war ich mal wieder mittendrin im Herz-Kreislauf- und Krafttraining.
Für eine kleine Trinkpause hielt ich den Film an. Wie auch immer ich es geschafft habe,
aber als ich den Film weiterlaufen ließ, war ich plötzlich in Level 2. Na gut, mal sehen,
wie sich das anfühlt. Ähnlich wie mein Anfang bei Level 1. Manche Übungen habe ich
ansatzweise mitgemacht oder einfach zugeschaut. Wie gut, dass mir keiner zugeschaut hat.
Aber egal, wie unvollkommen die Anfangsversuche sein mögen, es gibt nur einen Fehler,
nämlich den, dass man es gar nicht erst versucht.

Montag, 12. Oktober 2015

Erntedank auf syrisch

Eines meiner Kinder war mit syrischen Flüchtlingen in einem Erntedankgottesdienst.
Diese haben für den Erntedankschmuck ihre Schnitzkunst beigesteuert.
Ich war begeistert und beeindruckt.



Die Werke rechts und links sind aus einer Wassermelone geschnitzt.
Der Strauß in der Mitte besteht ausschließlich aus Gemüse.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Willkommen an meinem Tisch

So lautet der Titel des Buches, das meine Schwester Veronika Smoor
kürzlich veröffentlicht hat. Gemeinschaft pflegen in der Familie und
mit Freunden beim gemeinsamen essen, den Blick vom I-Phone hochrichten
nach gegenüber zum Du-Phone, Beziehungen stärken, einander wertschätzen,
zusammen kochen und lachen, Kindern Geborgenheit schenken... rund um diese
Themen schreibt sie kurzweilig und eingängig, dazu gibt es Rezepte.
Ein wichtiges Buch in einer Zeit, in der wir Menschen Alltagsinseln,
Verschnaufpausen und Beziehungen in besonderem Maß zu brauchen scheinen.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Ät ist out

Eines meiner Kinder konnte schon sehr früh sprechen und auch
die Artikel "der, die, das" richtig zuordnen. So war es nur
folgerichtig, dass "Diät" nicht "der Ät" und nicht "das Ät",
sondern "die Ät" heißen musste.
"Ich mach eine Ät, weil ich Bauchweh hab", diese Insidersprache
verstanden wir und fanden die Kinderlogik einfach herrlich.
Ich freue mich darüber, dass meine Kinder mit dem Bewusstsein
aufgewachsen sind, dass einer "Ät" etwas krankheitsmäßiges
anhaftet. Eine "Ät" ist immer etwas Unvollständiges, sie ist
Stückwerk, wie das Wortüberbleibsel selbst. Wenn ich demnächst
eine Frauenzeitschrift aufschlüge, würde es mich nicht wundern,
wenn da eine Gräten-Ät und Kröten-Ät und anderes Ätzendes
angepriesen würde. Ätsch, sage ich da allen Äten zum Trotz.
Wer sich dreimal am Tag anständig satt isst und regelmäßig Sport
macht, braucht nicht für das nächste Klassentreffen hungern und
kriegt trotzdem zu hören: "Wahnsinn, du wirst eher jünger statt
älter. Verrätst du mir dein Geheimrezept?"

Montag, 28. September 2015

Die Geschichte vom Kilo-Kurt

(auf vielfachen Wunsch stelle ich sie aktuell nochmal hier rein)

In der Schule nannten sie den 18jährigen Kurt nur den kugelrunden Kilo-Kurt.
"Mampf mal weniger, dann wirst du vielleicht besser in Mathe", sagten sie.
Eines Tages meldete er sich für einen Lebe leichter-Kurs an.
Der Kursleiter erklärte, dass man sich etwa 20 Minuten Zeit für seinen Teller
nehmen solle. Kurt merkte sich die Zahl 20. Er hörte, dass eine Pause von
vier bis fünf Stunden zwischen den Mahlzeiten wichtig sei. Kurt merkte
sich die Zahl fünf.
Außerdem, so brachte der Leiter den Teilnehmern bei, solle täglich mindestens
eine halbe Stunde Bewegung auf dem Programm stehen und zwei Maxis pro
Woche seien erlaubt. Kurt merkte sich die Zahl zwei und das Halbe von etwas.
Eifrig setzte er zuhause alles in die Tat um: Er bewegte sich täglich zweieinhalb
Minuten, aß fünf Mahlzeiten und insgesamt 20 Maxis. Wie erschrak er beim
nächsten Kursabend auf der Waage!
Geduldig erklärte ihm der Kursleiter alles noch einmal. Jetzt musste Kurt sich
zusätzlich die Zahl drei von drei Litern Wasser und ein Drittel wegen der
Salatmenge merken. Aber diesmal wollte er unbedingt alles richtig machen.
Mörderisch plagte er sich, um täglich auf mindestens fünf Stunden Sport zu
kommen, er würgte an jedem Tag 20 Liter Wasser in sich hinein, er aß pro Tag
eine halbe Mahlzeit, verzehrte in der Woche das Drittel von einem Maxi und
legte alle zwei bis drei Tage eine komplette Esspause ein, da trank er dann nur
Wasser.
Beim nächsten Lebe leichter-Treffen brach Kurt auf der Waage fast zusammen.
"Was um alles hast du nur gemacht!?", rief der Kursleiter erschrocken.
"Ich habe mich ganz genau an alles gehalten, großes Ehrenwort, aber dieses
Lebe leichter-Programm halte ich keinen Tag länger durch!"
Da entdeckte der Kursleiter, dass die Innenseite von Kurts linkem Unterarm
vollgeschrieben war mit Matheformeln.
"Zeig mal deinen rechten Unterarm", forderte er ihn freundlich auf. "Hier ist
noch Platz, da schreibst du jetzt deinen Lebe leichter-Spickzettel drauf."
Weil Kurt aber mit der linken Hand nicht gut schreiben konnte, gelang er ihm
zuhause nicht mehr, sein Gekritzel zu entziffern.
So brachte er wieder alles durcheinander, zum Beispiel aß er an jedem Tag
fünf Stunden lang alle möglichen Maxis.
Plötzlich waren die Maxis alle. Kurt suchte überall im Haus, vielleicht hatte er
zufällig noch eines versteckt. In der Schreibtischschublade entdeckte er etwas.
Es war sein Planer und das Buch. Die hatte er ganz vergessen. Nun las er alles
gründlich durch und wunderte sich, wie einfach und normal die Anleitung war.
Er hielt sich daran und schlug nach, wenn er nicht mehr sicher war.
Nach dem Ende des Kurses nannten sie ihn in der Schule nur noch den coolen Kurt.
Und später ist er zum kundigen, kulinarischen Kursleiter-Kurt bei Lebe leichter
geworden.

Freitag, 25. September 2015

Herbstfitness

Wie schön, dass ich nun nicht mehr in tiefster Frühe laufen
muss, um der Hitze zuvorzukommen. Die kühler werdenden
Tage haben auch ihr Gutes. Ein bisschen trauere ich aber dem
Schwimmen im Baggersee hinterher, was ich in diesem Sommer
nach Herzenslust ausleben konnte. Dafür jedoch habe ich mir
kürzlich ein neues Fahrrad gekauft und posaunte fröhlich:
"Mindestens für die nächsten 20 Jahre muss das halten!"
Kurze Gedankenpause. "Ups, dann bin ich ja schon 72!"
Also wird dieses schöne Rad mit Nabenschaltung und Naben-
beleuchtung und tiefem Einstieg vermutlich mein letztes sein.
Ich will gut darauf aufpassen und es pflegen, damit ich ganz
lange daran Freude habe. Genauso möchte ich, dass mein Körper
ganz lange prima funktioniert. Deshalb verstauben weder meine
Nordic Walking Stöcke noch meine Laufschuhe, noch meine Smoveys,
deshalb vergammelt nicht mein Flexiband und auch nicht mein
Trampolin. Und beim Essen gönne ich mir immer alles: Ein
Drittel Kohlenhydrate, ein Drittel Eiweiß und ein Drittel Obst oder
Gemüse. Macht zusammen einen ganzen Teller voll mit den Sachen,
die mir schmecken. Und das dreimal am Tag. Für mich ist das der
beste Schutz vor dem Jojo-Effekt, mit dem ich ganz schön alt
aussehen würde.

Montag, 14. September 2015

Butterberg

Eine Kollegin zeigt in ihrem Lebe leichter Kurs eine viel zu große Hose,
in die sie früher reingepasst hat.
Mit so etwas Beeindruckendem kann ich leider nicht "angeben".
Aber es hat mich angeregt, mir ebenfalls Gedanken um eine
visuelle Darstellung meiner verlorenen Pfunde zu machen.
Am besten lassen sie sich als Butterpäckchen darstellen.
1 Kilo = 4 Butterpäckchen
Aber erstens hatte ich keine Lust, eine Tasche voll Butter zu
kaufen und zu schleppen und zweitens noch weniger Lust, das
alles aufzuessen.
Also habe ich Schachteln gebastelt und mit Alufolie überzogen.
Die kann ich nun für jeden Kurs verwenden.
Diese Masse zusätzlich an sich herumzutragen oder eben nicht,
macht einen spürbaren Unterschied.

  

Donnerstag, 10. September 2015

Zwetschgenkuchen so und anders

Den an der Küchenpinwand Staub fangenden Gutschein
für Kaffee und Kuchen für zwei Personen haben mein
Liebster und ich endlich im Café eingelöst.
"Wir haben drei Sorten zur Auswahl", erklärte die
Kellnerin, "Erdbeertorte, Käsekuchen und Zwetschgenkuchen."
Bei Erdbeertorte hatte ich ein Sahnemonster vor Augen,
Käsekuchen kenne ich gut genug, aber Zwetschgenkuchen
habe ich vor einem Jahr zum letzten Mal gegessen. Mir
schwebte ein schönes Stück klassischer Zwetschgendatschi vor.
Die paar Zwetschgen verloren sich jedoch zwischen viel Teig
und und einer dicken Streuselschicht. Ein echter Sattmacher,
dafür fiel mein Abendessen flach.
Hier habe ich ein Springformrezept mit wenig, dafür gutem
Teig und vielen Früchten:

Teig: 150 g Mehl (gern auch Vollkornmehl), 1 gestr. Teel. Backpulver,
50 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker,  1 Ei, 2 EL gemahlene
Haselnüsse, 50 g Butter, 40 g Quark, 3 EL Rum, 1 TL Kakaopulver

Für den Belag: 750 g Zwetschgen, 2 EL Zimtzucker

Die Teigzutaten verkneten und in einer Springform ausbreiten, ohne einen
Rand hochzuziehen.
Die aufgeklappten Zwetschgen schuppenförmig darauflegen, mit Zimtzucker
bestreuen.
Bei 200 Grad eine halbe Stunde backen.

Wird in meiner Familie sehr gern gegessen.

Montag, 7. September 2015

Wiedersehen nach gefühlten 100 Jahren

Wir hatten gemeinsam ein Internatszimmer bewohnt
und später nur noch sporadisch Kontakt. Jede von uns
beiden war beschäftigt mit dem Aufbau ihres Lebens
und einer Familiengründung. Nach fast 30 Jahren hatte
sie sich zu einem Besuch angemeldet. Ob sie mich
wiedererkennen würde? Sie tat es, ich tat es auch.
Allerdings hatte sie mich eher kugelförmig in Erinnerung.
Das war kein Wunder, gab es doch damals im Pausenverkauf
süße Bäckerteilchen. Rein instinkt gierappetitmäßig geleitet
und bar jeder Ahnung über clevere Ernährung hatte ich dort
mein Taschengeld umgesetzt und meine Kleidergröße um
manch ein Feld weitergeschoben.
Nun saßen wir beim gemeinsamen Mittagessen und sie staunte,
dass ich EINEN GANZEN TELLER VOLL aß und trotzdem
schlank war. Als Lebe leichter Coach konnte ich es mir nicht
verkneifen, zu dozieren: "Spatzenportionen machen dick, weil
der Körper denkt, es ist Hungersnot. Deshalb macht er alle
Sparfunktionen mobil, drosselt den Energieverbrauch und
bedient sich notfalls am Muskeleiweiß. Kaum kriegt er wieder
eine normale Mahlzeit, zieht er alles Fett und alle Energie raus,
um diese für die nächste Notzeit zu bunkern. Wenn er sich auf
eine regelmäßige Ernährung, die angenehm satt macht, verlassen
kann, muss er nicht mehr gewaltsam Vorratshaltung betreiben.
Keine Diät - kein Jojoeffekt."
Natürlich will ich nicht auf der anderen Seite vom Pferd fallen,
denn zu üppige Portionen machen halt einfach auch dick.
Deshalb habe ich mir neulich im Restaurant - ich musste meine
Eitelkeit überwinden - einen SENIORENTELLER bestellt,
obwohl ich mich kein bisschen seniorenmäßig fühle. Aber die
Nichtseniorenportionen in diesem Lokal haben einfach einen
kugelformenden Effekt. Meine Mahlzeit war gut bemessen, denn
ich blieb weder halbhungrig noch war ich vollgegessen.
"Nun", sagte ich zu meinen Begleitpersonen, "da ich ja bald Oma
werde, hat das schon gepasst."

Mittwoch, 2. September 2015

Prallvolles Paket

Bald beginnen wieder die Lebe leichter Kurse mit einem prallvollen Paket an
tollen Themen, Tipps, Motivation, Ideen und auch Humor. Damit wir
selber keine prallvollen Pakete mehr sein müssen.
Keine Diät, kein Jojo-Effekt, einfach genial normal essen lernen und dabei
Pfunde verlieren. Zwischen den Kursstunden versende ich an die Teilnehmer
immer eine Motivationsmail, damit die Woche nicht zu lang wird.

Hier die Daten für den Kurs in Bamberg:

Ein kostenloser Informationsabend findet statt am
Mittwoch, den 9. September um 18.30 Uhr
in der Hainstraße 23 bei Mehrwert im ersten Stock.

Der 12 Wochen Kurs startet am Mittwoch, den 16. September.
Uhrzeit: 18.30 Uhr bis 19.30 Uhr
Ort: Hainstraße 23 bei Mehrwert in Bamberg
Kosten: 98,-€ plus 19,95 € für das Buch
"Lebe leichter - genial normal zum Wunschgewicht"
und ein Ernährungstagebuch.
Wer am Informationsabend nicht kommen kann, darf
gerne die erste Kursstunde zum kostenlosen Schnuppern
nutzen.

Und hier die Daten für den Kurs in Mühlhausen:

Der kostenlose Informationsabend findet statt am
Dienstag, den 22. September um 19 Uhr
in der Christusgemeinde, Hauptstraße 29
in 96172 Mühlhausen

Der 12 Wochen Kurs beginnt am Dienstag, 29. September.
Uhrzeit: 19 - 20 Uhr
Ort: Christusgemeinde, Hauptstraße 29
in 96172 Mühlhausen
Die Kosten sind die gleichen wie beim Kurs
in Bamberg.
Wer beim Informationsabend nicht kommen kann,
darf gerne die erste Kursstunde zum kostenlosen
Schnuppern nutzen.


Donnerstag, 20. August 2015

Personal Trainer

Eine kreative Schreibgruppe in Bamberg heißt "die Textweber".
Einmal wöchentlich treffen wir uns und schreiben zu einem
Thema, das einer mitbringt. Einmal hieß das Thema: "Die Frau
im Blumenkleid". Vorbelastet, wie ich nun mal bin, fiel mir
folgendes Gedicht ein:

"Ach liebe Fee, ich wünsche mir
eine Traumfigur von dir.
Dies Blumenkleid hier ist so schick.
Es zu tragen wär' mein Glück.
Doch schau mich an, wie seh' ich aus!
'Nimm halt weng ab', sagt da mein Klaus.
Ja, wenn das halt so einfach wär'.
Abzunehmen ist so schwer!
Schwing' deinen Zauberstab, und zack!
brauch ich nicht mehr Zelt noch Sack."
"Liebe Freundin, diesen Stab
der Werkstattmensch mir neulich gab.
'Garantier'n kann ich für nix.
Mal spinnt er rum, mal ist er fix.
Kosten tut es diesmal nix',
so sprach er mit den Schultern zuckend
und sich vor meinem Zorne duckend.
Äußerst unklar ist nun, ob
dein Ziel ein Flop wird oder top."
"Hey Fee, was sollen die Bedenken!
Ich will nicht qualvoll mich verrenken,
sodass das Blumenkleid ich sprenge.
Schluss mit der Klamottenenge!
Her mit deinem Zauberstab!"
Sprach's und nahm der Fee ihn ab.
"Hokus, pokus, eins, zwei, drei -
die Traumfigur wünsch ich herbei!"
Da fuhr das Leben in den Stab
und setzte ihn sofort in Trab.
Wirbelnd hetzte er die Frau,
verfolgte sie durch Feld und Au
bis sie floh zu ihrem Bau.
Er schlüpfte mit ihr durch die Türe
und guckte hinterm Schrank herfüre,
sah genau zu, was sie aß,
und als schließlich voll das Maß,
machte bitter er das Essen,
sodass verwirrt sie dagesessen.
Am nächsten Tag in aller Frühe
gab der Zauberstab sich Mühe
sie rauszukitzeln aus dem Bette
und zu jagen um die Wette.
Bergauf, bergab, 'ne Stunde lang
bis Schweiß aus allen Poren drang.
Beim Frühstück dann dasselbe Spiel:
Bitter wurde, was zu viel.
In einem Anfall von Empörung
sann sie auf Rache und Zerstörung.
Den Stab versuchte sie zu greifen,
der krümmte sich zu einem Reifen
und rollte stetig vor ihr her.
Sie bemühte sich zwar sehr,
doch stets verfehlte sie ihn knapp.
Wieder ging's bergauf, bergab.
So lief das Spielchen nun tagtäglich,
sie fand es einfach nur unsäglich
und war das Ganze furchtbar leid-
da fiel ihr wieder ein - das Kleid,
bestickt mit wunderschönen Blumen.
Bei nicht mehr allzu viel Volumen
passte es ganz wunderbar,
ja, sie glich fast einem Star.
Da ward ihr endlich sonnenklar,
was für ein versteckter Segen
in diesem Zauberstab gelegen.
Der winkte fröhlich, rief "Adé!"
und flog zurück zu seiner Fee.

Dienstag, 18. August 2015

Heute wünsche ich dir...

drei taugliche, topfitte, traumhafte, tiefenwirksame,
taufrische, tafelfreudige, turbofettkillermäßige,
trotzige, todesmutige, trennkostlose, tolle Teller
mit dem, was dir schmeckt.
Hier ein paar genial normale Bilder:


sommerliches Frühstück
sommerliches Mittagessen
   

Donnerstag, 13. August 2015

Das Gute liegt so nah

... nämlich in unserem wildwüchsigen Reihenhausgarten.
Hier ein paar Impressionen.












Dienstag, 11. August 2015

Das geht zur Zeit nur ganz früh

... nämlich Sport, der die Poren zum Überlaufen bringt.
Damit bleibt der Kreislauf stabiler, wenn die Schallgrenze
von 30 Grad durchjagt wird.
Eine neue Anregung habe ich durch ein YouTube Video
gefunden. Einfach bei Google "Jillian Michaels" eingeben,
dann findet man schnell hin. Kein umständliches Lesen,
einfach die Übungen mitmachen, die Kreislauf und Muskeln
von Kopf bis Fuß durchkneten, eine knappe halbe Stunde lang.
Hinterher bist Du froh. Versprochen.

Samstag, 8. August 2015

Stehplatz, ja bitte!

Für langes Sitzen sind wir einfach nicht geschaffen.
Es gibt schlaue Computerarbeitsplätze mit einem
Laufband untendrunter. Klingt reizvoll, aber so weit
bin ich technisch noch nicht. Auch ein schickes
Stehpult ist noch Zukunftsmusik. Aber ich habe ein
Bügelbrett. Da steht zur Zeit mein Laptop drauf.
Diesen Blogbeitrag schreibe ich also im Stehen.
Fühlt sich gut an und mein Rücken sagt danke.

Freitag, 7. August 2015

Sommer ist...

wenn der Teenager so lange in den Kühlschrank guckt,
bis die Küche kalt und der Kühlschrank warm ist und
dann feststellt: "Es ist nichts zu essen da."
Sommer ist aber auch: Heizkosten sparen, duftende Mondnächte,
erfrischende Eiswürfel, verträumtes Morgenlicht, ab und zu ein
schöner Schmetterling, keine Socken sortieren, nette Leute
treffen, aromatische einheimische Tomaten...

Mittwoch, 5. August 2015

Auch Wespen haben ihren Sinn

Kaum sitzt die Geburtstagsgesellschaft am Kaffee- und Kuchentisch im Freien,
schwirrt die Wespenmannschaft aus dem Nichts herbei. Sie findet Kuchen genauso
toll wie ich, hat das Zeug dazu, sich schaufelbaggermäßig darüber herzumachen,
genauso wie ich. Dass Wespen eine wichtige Funktion in der Nahrungskette haben,
ist mir an dem Nachmittag aufgegangen: Mit Umsicht habe ich jedes Stück begutachtet,
bevor ich es in den Mund schob. Die schwarzgelben Freunde haben mich zum
Langsamessen gezwungen. Und weil sie sich aus Wasser nichts machen, habe ich
das voll ausgenutzt und viel getrunken. Und überhaupt: Das Zusammensein mit den
netten Frauen hat meine Seele satt gemacht :)

Samstag, 25. Juli 2015

Den Sommer genießen

Bevor die Hitze mich fertig macht, versuche ich lieber,
mit ihr fertig zu werden. Wenn ich mal richtig gut bin
und es schaffe, bei noch kühler Morgenfrische aufzustehen,
ist ein Lauf keine Quälerei, sondern tut meinem Kreislauf so
richtig gut. Wenn ich den Zeitpunkt versemmelt habe, gibt es
eine weitere Option: Mein Liebster geht gerne angeln und so
liegt es nahe, dass wir zum Baggersee aufbrechen, wo ich sehr
gerne schwimme. Das ist dann immer wie ein Mini-Urlaub.

Mittwoch, 22. Juli 2015

Neuer Name

Mit sehr wertgeschätzten Bekannten gingen mein Liebster und ich
griechisch essen. (Hmmm, Bohnen mit Schafskäse und Krautsalat,
ein neues Geschmackserlebnis.) Sie fragte: "Wie geht es dir mit ...
wie heißt das noch mal? Lebe wohl?"
Wir haben so gelacht. Natürlich heißen die Kurse Lebe leichter.
Aber Lebe wohl passt auch gut;

Lebe wohl, Dauerfuttern.
Lebe wohl, Diätstress.
Lebe wohl, Komfortzone.
Lebe wohl, Langeweile.
Lebe wohl, Selbstverachtung.
Lebe wohl, Übergewicht.
Lebe wohl, Maßlosigkeit.
Lebe wohl, Bewegungsresistenz.
Lebe wohl, Lebensmittelverbot.
Lebe wohl, Frustessen und Stressessen.
Lebe wohl, Selbstverdammnis.
Lebe wohl, alte Gewohnheit.

Willkommen stattdessen freies, selbstbestimmtes, leichteres Leben!
Es macht mir so viel Freude, Menschen auf diesem Weg zu begleiten
und zu motivieren. Jetzt ist erstmal Sommerpause, im September geht
es wieder los. Wann und wo Kurse stattfinden, steht bei www.lebe-leichter.com

Montag, 13. Juli 2015

Hätten Sie's gewusst?

Blenden wir zwei Jahrzehnte zurück. Eine meiner Töchter brütet
über einer Heimat- und Sachkundeprobe. Thema: Essen und Ernährung.
Speziell über einer Frage brütet sie: Weshalb sollte man abends nicht
mehr so viel essen?
Na? Welche Antworten fallen Ihnen ein? Vielleicht diese:
Weil man sonst Blähungen kriegt.
Weil das mit Schlank im Schlaf sonst nicht hinhaut.
Weil das Insulin zu vorgerückter Stunde Feierabend macht.
Weil man sonst sein Frühstück nicht mag.
Weil das eine schlechte Angewohnheit ist.
Mein Kind schrieb Folgendes in die Zeile unter der Frage:
"Weil sich in der Nacht sonst Speckfalten ansameln."
Der nette Lehrer gab ihr die volle Punktzahl auf die Antwort.

Montag, 6. Juli 2015

Kindermund und Erwachsenenmund

Letzte Woche bekamen wir Besuch von einem Fünfjährigen
mit seinem Papa. Ich malte Straßenmalkreide mit dem Jungen
und spielte Verstecken mit ihm. Dabei plauderte er unentwegt
alles Mögliche, das ihm in den Sinn kam. Einen Satz von ihm
musste ich sofort aufschreiben, was ihn vermutlich gewundert
hat, aber ich fand das so bemerkenswert:
"WENN ES MEINEM FREUND JOHANNES SCHMECKT,
DANN ISST ER LANGSAM, DAMIT ER MEHR HAT."
Eine Eigenschaft, die ich erst wieder lernen musste. Vermutlich
hatte ich mir das schnelle essen angewöhnt, als meine Kinder
noch klein waren, weil für mich selber nie genügend Zeit blieb.
Alles musste effektiv erledigt werden. Ein Schlüsselerlebnis
vor mehreren Jahren ließ mich aufhorchen: In meinem
Abendessen befand sich eine scharfe Pepperoni. Unachtsam
verschlang ich eine Menge Essen in Rekordzeit. Hastig und
scharf - diese Kombination nahm mein Körper mir übel.
Noch bevor ich das Wort "Notarzt" rufen konnte, war der
Eingang zu meiner Luftröhre zugeschwollen. Panische
Sekunden vergingen. Mein Mann redete beruhigend auf mich
ein. Quietschend und keuchend bekam ich allmählich wieder
Luft.
Noch heute habe ich großen Respekt vor chiliartigen Sachen.
Ein mittelscharf gewürztes Essen vertrage ich aber gut, und
dann esse ich schön langsam, damit ich mehr habe.

Mittwoch, 24. Juni 2015

Ohne Fahrrad ist es nur ein halbes Leben

Mein geliebtes Transportmittel ist in die Jahre gekommen, taugt gerade zu nichts
als herumzustehen. Eine Reparatur rentiert sich nicht mehr, so bin ich auf der Suche
nach einem neuen Fahrrad.  Ist das vielleicht ungewohnt, für die gewohnten Radstrecken
das Auto zu nehmen! Ausgerechnet ich, die es geradezu lächerlich findet, für eine
Pipifax-Entfernung am Autositz festgewachsen zu sein, es sei denn...

- man lebt weit weg auf dem Land,,
- hat sperrige Dinge zu transportieren,
- oder Kinder oder beides,
- ist gehandicapt
- oder das Wetter ist sehr radlerunfreundlich
- oder man hat es sehr eilig
- oder hat wie ich, gerade kein Fahrrad.

Ansonsten komme ich in der Stadt genauso schnell mit Fahrrad voran, spare Benzin,
schone unsere Atemluft und genieße die Freiheit und die Bewegung.
Mal sehen, ob ich etwas mit Nabenschaltung und Nabenbeleuchtung finde, das wäre fein.


Sonntag, 14. Juni 2015

Schlechte Laune - und nun?

Das wär's: Jeden Morgen tatendurstig und kraftstrotzend aus dem Bett springen.
Neulich bin ich schlecht gelaunt aufgewacht, raffte mich schwer zu etwas auf
und hatte weder Lust zum Analysieren, noch mich gegen meinen Zustand zu
stemmen. Widerstandslos zu akzeptieren, dass Zustandsfärbungen zum normalen
Menschsein gehören, war meine Sache jedoch auch nicht. Vermutlich hätten
meine Lieben die volle Breitseite abgekriegt.
Das Wetter war graukühltrüb, es stand gerade kein wirklich wichtiger Termin
und keine drängende Aufgabe an, also ging ich spontan schwimmen.
Beim Eintauchen ins Wasser ist das so ein Phänomen - das hat eine absaufende
Wirkung auf trübe Gedanken. Das Gefühl der Leichtigkeit, des Getragenwerdens
tut sein Übriges. Einen Kreislaufkraftschub schenkt das anschließende Waten im
eisigen Kneippbecken. Das ist einfach furchtbar, aber es tut mir gut.
Meine Zustandsfärbung ging nun eindeutig Richtung Helligkeit und Buntheit.
Was für ein Geschenk!

Samstag, 13. Juni 2015

Trendnahrung - wirklich nötig?

Trends machen nicht vor Hunden halt, nicht vor Blumen, nicht vor Schnurrbärten,
und so gibt es logischerweise auch Lebensmittel, die in Mode sind. Zur Zeit die
abgefahrensten Exoten. (Kohlrabi ist doch aber auch was Tolles, oder etwa nicht?)
Jedenfalls habe ich neulich so ein abgefahrenes Exotenmüsli gegessen. Den
Inhaltsstoffen zufolge kommt es der Wirkung des Zaubertranks gleich, den
Asterix immer trank, damit er Römer durch die Luft schmeißen konnte.
Tatsächlich stellte sich eine erste Wirkung ein, die völlig unleugbar war:
Mir wurde schlecht.
Wie ich so über der Toilette gebeugt stand und das Exotenzeugs den umgekehrten
Weg nahm, kam die zweite Wirkung.
Kind 1: "Mama, soll ich dir die Haare halten?"
Kind 2: "Mama, ich mach dir einen Tee!"
Wenig später: "Mama, hast du den Tee schon getrunken?"
Im strengen Befehlston: "Du MUSST ihn jetzt sofort trinken!"
Gehorsam trank ich den unexotischen Pfefferminztee, der mir wahrhaftig gut tat.
Vielleicht sollte ich öfter mal verrückte Sachen essen.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Das Vakuum ist oft woanders

Würden alle Menschen immer nur die Menge essen,
die ihr Körper tatsächlich braucht, gäbe es keine
Gewichtsprobleme.
Nicht selten spürt man mehr oder weniger deutlich
bis diffus eine Art Vakuum. Bis man rausgefunden
hat, was es wirklich ist, kann Zeit vergehen. Oder
man hat keine Lust, sich Gedanken zu machen.
Der Terminkalender ist voll, und so bedeutet Essen
in der Regel die schnellste "Lösung".
Nach einigen Vitaminbomben Kalorienbomben
fühlt es sich an, als sei das Vakuum gefüllt:



In Wirklichkeit hat das Loch in der Seele sich nicht geändert.
Das Aussehen jedoch schon:




Tu dir selbst Gutes, damit du dich gut fühlst.
Geh ins Schwimmbad und lege dich ins Sprudelbecken.
Dabei isst du in der Regel nicht.
Geh in ein schönes Konzert.
Dabei isst du auch nicht.
Besuche eine Ausstellung.
Da läufst du bestimmt nicht bröselnd und kleckernd herum.
Lade nette Leute ein, auch wenn es ein wenig Arbeit macht.
Aber es macht deine Seele satt.
Lies im Buch der Bücher. Darin stehen die besten Lebenstipps.
Schreibe deine persönliche Alternativliste für den Hunger der Seele.
Damit du immer seltener in die Essfalle tappst.

Dienstag, 9. Juni 2015

Was bei Diäten passiert

Ein Mensch erschrickt - er wiegt zu  viel.
Schlank zu werden ist sein Ziel.

Also isst er wie ein Spatz.
Pfunde purzeln ratzefatz.
Was der Mensch jedoch nicht weiß:
Muskeln schwinden still und leis.

Sein Körper spart das Fett wohlweislich.
Diäten findet er recht scheußlich.
Denn Fett braucht er für Hungersnot
zur Bewahrung vor dem Tod.
Er drosselt deshalb den Verbrauch,
die Kalorienverbrennung auch.
Bald ist der Mensch vor Hunger matt
und isst sich endlich wieder satt.
Sofort nutzt dies sein Körper aus,
denn dieser plant schon klug voraus:
Er zieht die Fette aus der Nahrung
und bunkert sie, denn aus Erfahrung
ahnt er die nächste Hungerszeit
wenn's wieder auf der Waage schreit:
Hilfe, ich hab zugenommen!
Erneut ist's zur Diät gekommen.
Hinweg ihr Kilos, all ihr blöden!
Und wieder gehen Muskeln flöten.
Der Körper findet das nicht nett
und spart wieder alles Fett
an Beinen, Hüften, Bauch und Po.
Schönen Gruß auch von Jojo!
So wächst die Fettschicht Stück um Stück.
Der Mensch jedoch entdeckt zum Glück
wie er sich viel leichter tut:
Lebe leichter schenkt ihm Mut.
Genial normal zum Wunschgewicht.
Schluss mit Mords-Diätgericht.
Zu Ende ist nun das Gedicht.

Neue gute Gewohnheiten:

Ein genial normaler Teller zum Frühstück.
Vier bis fünf Stunden Pause bis zum Mittagessen.
Der Magen will in Ruhe verschnaufen. Keine Zwischenmahlzeit.
Dafür gerne viel Wasser und Tee. Macht Hirn, Aussehen und Stoffwechsel fit.
Der Mensch fühlt sich wohl.
Er genießt sein Mittagessen mit einem Drittel Kohlenhydrate, einem Drittel Eiweiß und einem
Drittel Gemüse auf dem Teller, damit der Körper alles hat, was er braucht:

Regelmäßige Bewegung gehört zu den neuen guten Gewohnheiten.
Der Körper baut Muskeln auf, auch im fortgeschrittenen Alter.
Trainieren mit dem Flexi- oder Theraband ist zum Beispiel eine feine Sache.
Drei Teller voll mit ausgewogenen, bunten Mahlzeiten plus Bewegung lassen das Fett schmelzen.
Nach  dem Mittagessen wieder vier bis fünf Stunden Pause. Und dann ein feines Abendessen.


Über Nacht mindestens zehn Stunden essfreie Zeit. Das Fett wird weniger und das nächste Frühstück kommt bestimmt:

Auch mit Smoveys macht das Trainieren Spaß:

Später ein tolles Mittagessen:

Gönne dir ruhig ab und zu einen kleinen süßen Nachtisch:
Dies ist ein gehäufter Esslöffel Tiramisu.

Die Anteile von Fett und Muskeln verschieben sich zu deinen Gunsten.

Nimm dein Abendessen langsam und genussvoll zu dir:

Freue dich über die Veränderung, die du erlebst und bleib fröhlich am Ball.