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Mittwoch, 30. März 2016

Einmal ist keinmal


In der Regel ist Schreiben eine einsame Tätigkeit.
Um dem abzuhelfen, gibt es in Bamberg die "Textweber",
eine bunt gemischte Gruppe schreibfreudiger Menschen.
Wenn wir uns allmontaglich treffen, bringt einer ein
Thema mit, zu dem wir eine halbe Stunde lang schreiben.
Die Geschichten und Gedichte, die dabei herauskommen,
sind ebenso bunt gemischt.
Neulich hatten wir das Thema "Versuchung".
Als mein sehr wertgeschätzter Schreibkollege Martin Meyer
sein Gedicht vorlas, habe ich mich köstlich amüsiert. 
Mit seiner freundlichen Erlaubnis darf ich es hier veröffentlichen:

Einmal ist keinmal

Consommé vom grünen Klee,
Hanteln bis zum Schädelweh,
Pedometer, Halbfett-Butter,
dürres Sushi, frisch vom Kutter,
Harzer Käse, Joggingrunden,
Radltouren zum Gesunden,
Gurkensuppe ungeschmalzen,
und ja nicht zu stark gesalzen,
Hühnerbrühe ohne Nudeln,
Bauch voll Wasser mit viel Sprudel,
Currywürste streng verboten,
Kannen voller Tee, dem roten,
täglich Kalorienzählen,
unaufhörlich Muskelstählen,
bittrer Chicoréesalat
und kein Brötchen separat,
Hasenpfeffer ohne Kloß...
NEIN- so produziert man bloß
täglich wachsenden Verdruss
ohne meine Trauben-Nuss!

Drum gibt's heut 'ne Sonderbuchung,
gibt's die süßeste Versuchung,
seit es Süßigkeiten gibt,
denn wer seinen Körper liebt,
gönnt ihm anstatt Vollgesundung 
auch mal eine kleine Rundung!
Denn NUR meine Trauben-Nuss
schafft ein Ende dem Verdruss -
Mmmmmmh!


Hier geht es zu Martins Website: www.sprachklangwelten.de

Dienstag, 22. März 2016

Das Gute liegt so nah

"Wer nur rennt, verpasst die schönen Dinge am Wegesrand", pflegt mein
Liebster zu sagen. Recht hat er. Also packte ich heute meine Digitalkamera
in die Gurttasche und hielt einige Anblicke auf meiner Laufstrecke fest.
Los geht es vor der Haustür

Auf einem verwilderten Areal haben Kinder ein Lager gebaut.

Günstiges Obst und Gemüse im Tante Emma-Laden 

Eine ganz besondere Kiefernart

                                                  Denkmal für das Ulanenregiment. Kein Geringerer als                                                              Claus Graf Schenk von Stauffenberg diente in dieser Truppe.

Die Statue des Hl. Christophorus regte mich an, bei Wikipedia nachzulesen.
Diese Legenden haben was!

Hurra, etwas Grünes!

Anmutig präsentiert die Platane ihren Kugelschmuck vor
dem Märzenhimmel.

Ein Spraykünstler hat diese Betonwand zu etwas Besonderem gemacht.

Von allen Vögeln lassen sich die Wasservögel am leichtesten fotografieren.

Das harmonische Durcheinander von Flechten und Moos tut dem Auge gut.

Auf diesem Gehöft lebt meine süße kleine Enkeltochter.

Der Große Eichenbock ist selten und lebt im Bamberger Hain.

Eingebettet in Natur liegt die ehemalige Jugendherberge.

Wer das ist, konnte ich nicht herausfinden.

Die besten Kunstwerke gibt es in der Natur.

Dass auf der Schillerwiese eine große Vielfalt an Eichen steht,
erfahre ich durch diese Infotafel. Ich dachte immer, es gibt
nur ungefähr fünf verschiedene Eichen oder so.

Ein verschlungener Baumstamm am Botanischen Garten

Dienstag, 15. März 2016

Fishing for attention

Manchmal schafft es mein innerer Schweinehund, 
dass ich ihm zu viel Aufmerksamkeit schenke. Wenn
ich dann mehr nasche als mir gut tut, wedelt er freudig
mit dem Schwanz.
Nichts jedoch fürchtet er so sehr wie gute Gewohnheiten.
Die schützen mich vor seinem Winseln.
Dialog über den Tag verteilt:
Innerer Schweinehund: "Beachte den Wecker nicht. 
Bleibe noch eine Weile liegen."
Ich: "Zum Aufstehen habe ich tatsächlich keine Lust.
Aber dann kommt mein Tag durcheinander, und ich
freue mich auf meine Arbeit und auf alles, was der Tag
so bringt. Also raus!"
I.S.: "Du brauchst doch nicht immer so gesund und
portioniert frühstücken. Mach doch einfach mal eine
Ausnahme."
Ich: "Das wäre tatsächlich reizvoll. Aber ich mag nun
einmal mein leckeres Müsli."
I.S.: "Gestern warst du viel in Bewegung. So viel 
Nordic Walking und so. Für heute hast du dir eine
Bewegungspause verdient. Merkt keiner und tut keinem
weh."
Ich: "Mir ist heute tatsächlich nicht nach Anstrengung.
Aber meine Sportkleidung habe ich bereits an und
zeitlich kann ich es mir auch leisten. Ich fange einfach
mal an mit einem Gymnastik-Video, dann sehe ich weiter."
I.S.: "Iss mehr Nachtisch."
Ich: "Gestern war es zu viel. Heute die Hälfte."
I.S.: "Iss Schokolade am Abend."
Ich: "Schokolade gab es am Wochenende genug.                                                                                     Für den Süßhunger mixe ich mir eine Bananenmilch
mit Zimt. Sehr lecker, liegt nicht im Magen, löst keinen
Heißhunger aus."
Jetzt hat er aufgegeben und sich in eine Ecke verkrochen.
Vermutlich wundert er sich, dass er mich nicht mehr so oft
rumkriegt wie früher. Ich wundere mich auch und schiebe
es auf das Bollwerk von guten Gewohnheiten. Dass ich auch
mit über 50 noch dazulernen kann, hätte ich nicht gedacht.

Montag, 14. März 2016

Achtsamkeitstagebuch


Heute habe ich mich sehr gefreut über Post von einer
ehemaligen Teilnehmerin bei einem Lebe leichter-Kurs.
Sie ist eine echte Powerfrau, eine Kämpferin, die nicht
aufgibt.
Sie schreibt: "Vielleicht ist das Folgende auch eine Hilfe
für Deine Kursteilnehmer(innen): Ich schreibe am Abend
ein 'Achtsamkeitstagebuch' ... wie ist mein Befinden, was
will ich mit zuviel Essen und über den Durst trinken
erreichen? Welche Leere will ich damit füllen, usw.
Was kann ich außer essen tun?
Es hilft mir sehr, das aufzuschreiben! Es ist erstaunlich,
wie das hilft! Und wenn ich den Abend gut gemeistert
habe, klebe ich einen schönen Aufkleber (Sticker) als
Belohnung auf das Blatt, so wie man früher in der Schule
ein 'Sternchen' für gute Noten bekam."

Dienstag, 8. März 2016

Eine super Idee

Von wegen meine Lebe leichter-Kursteilnehmer lernen nur von mir!
"Für Fleischküchle auf dem Backblech mit Backfolie braucht man kein
Extrafett", gab eine Teilnehmerin ihren super Tipp weiter.
Bis dahin kannte ich nur die klassische Zubereitungsweise aus der Pfanne
mit viel Geruch und Fettspritzerei.
Heute probierte ich den Tipp aus. Während die Küchle 30 Minuten lang
bei 200 Grad brutzelten, konnte ich in Ruhe andere Dinge tun.
Das Ergebnis sah gut aus und nun war ich gespannt, ob die
geschmackspezialisierte Jury, bestehend aus meinem Mann, es als
würdig für das Küchenrepertoire befinden würde.
Diese Hürde wurde genommen und, hurra! - nun bin ich um eine gute
Idee reicher, die ich hier gerne teile.

Donnerstag, 3. März 2016

Der zähe Frosch

Heute halte ich den Lebe leichter-Kursabend zum Thema "Lebe verändert".
Da geht es um das Aufspüren von Gewohnheiten, die zu Übergewicht führen
und um das Erlernen guter neuer Gewohnheiten, die beim Abnehmen und
Gewicht halten hilfreich sind. Kann manchmal knifflig sein und man braucht
Geduld mit sich selbst. Folgendes Mutmach-Märchen ist mir dazu eingefallen:

Einmal fielen zwei Frösche in einen Sahnetopf. (Essfalle) Die Sahne war tief,
sodass sie keinen Grund fanden und die Wände waren hoch und glatt.
Die Frösche schwammen und zappelten eine lange Weile. (Sie wehrten sich
gegen die Essfalle und versuchten, neue Gewohnheiten zu bilden.) 
"Es hilft ja doch alles nichts", sagte der eine Frosch. "Ich mag nicht mehr.
Es ist mir zu anstrengend. Was hat das schon für einen Sinn? Mir geht die
Puste aus." Und er überließ sich der Sahne.
Der andere Frosch dachte: "Niemals! So lange ich Kraft habe, kämpfe ich
weiter. Die Hoffnung stirbt zuletzt."
Vom Zappeln taten ihm schon die Beine weh, aber er gab nicht auf, auch
wenn er zwischendurch Zweifel bekam. Da fühlte er zu seiner Überraschung
etwas Klumpiges, Festes unter einem Fuß. Dies gab ihm Mut zum Weiterzappeln.
Und je mehr er weiter machte, desto fester wurde die Sahne. Als er darauf stehen
konnte, sprang er hinaus.