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Samstag, 26. April 2014

Hab ich glatt vergessen

Das Lesen meiner Teenager-Tagebücher machte einen Strich durch
die verharmlosende Vergangenheitsvergoldung. Was habe ich nicht alles
verdrängt und schlicht vergessen! Ganz genau, verg-essen habe ich mich
meist bei Picknicks, Feiern und sonstigen Gelegenheiten, und mein sehr,
sehr, sehr gut gefüllter Magen verdrängte dann den Rest der inneren Organe.
Das schmerzte und ich konnte kaum noch laufen. Aber es hatte alles einfach
viel zu gut geschmeckt! Die tollen Torten, die leckere Lasagne, die herrlichen
Hähnchenteile, die phantastische Pizza, das war doch ganz klar, dass ich
das ausnutzte bis über den Anschlag hinaus. Zum Glück passierte das nicht
jeden Tag. Zeitweise quälte ich mich in meine Kleidung.
Was würde ich mir aus meiner heutigen Sicht raten, wenn ich noch einmal
Teenager wäre? Natürlich dürfte ich dieses höhere Ich nicht als eine Art
Mutterwesen betrachten, sonst hätte ich auf den Rat gepfiffen. Also eher
eine wertschätzende ältere Schwester, die zu ihrer Jugendausgabe sagt:
"Schätzchen, ich wollte dir nur mal sagen, dass du große Klasse bist. Auch
wenn alle anderen aus deiner Sicht schöner und besser in der Schule sind.
Ob du es glaubst oder nicht: Du bist wer(t)! Auch wenn gerade kein Junge
in dich verliebt ist und du in Mathe nicht den großen Durchblick hast.
Das musst du nicht in dich reinfressen mit riesigen Mengen Nudeln und
Hackfleischsoße. Hab Selbstvertrauen und Vertrauen in Gott. Er ist sowieso
dein größter Fan. Nimm ihn am besten mit auf die nächste Feier. Probiere
von allem ein bisschen, weniger is(s)t mehr. Trinke umso mehr Mineralwasser
und quatsche mit netten Leuten. Das kriegst du hin, da bin ich sicher.
Du hast das Zeug dafür."

Donnerstag, 17. April 2014

Das muss ich posten

Eine ehemalige Teilnehmerin schreibt:
"Habe jetzt seit September 10 Kilo abgenommen und bin
voll dabei, weitere Kilos zu verlieren, weil ich einfach
zu 100% von Lebe leichter überzeugt bin."

Mittwoch, 16. April 2014

Das lohnt sich

Letzte Woche feierte ich Kursabschluss mit meinen Teilnehmerinnen.
Die vorher-nachher-Beweisfotos belegen die Gewichtsabnahmen, die
strahlenden Gesichter ein erstarktes Selbstwertgefühl. Um ihre
guten neuen Gewohnheiten weiter zu etablieren, werden sich dieFrauen
weiterhin treffen.
Das macht mir Mut und motiviert mich, die Lebe leichter-Treffen stets
neu anzubieten, auch wenn der Werbeaufwand fast größer ist als das
Vorbereiten und Durchführen der Kursabende selbst.
Ich freue mich schon und bin gespannt auf die neuen Teilnehmer für den
nächsten Kurs am Dienstag, den 29. April.

Sonntag, 13. April 2014

Meine Geschichte mit dem neuen Buch

Im vergangenen Jahr wurden für das geplante Buch "Bleibe leichter in einem bewegten Alltag"
von Beate Nordstrand und Heike Malisic Beiträge gesucht, die die körperliche Bewegung                     schmackhaft machen sollen. Mitten in der Nacht fiel mir ein Krimi zum Thema "Schwimmen"
ein. (Er steht irgendwo in diesem Blog.) Beate fand ihn gut. Nun brauchte der Verlag noch ein
termingerechtes Schwimmfoto von mir. Auch wenn die Lufttemperatur schon sommerlich war,
ließ das elend lange und kalte Frühjahr durch die Baggerseetemperatur grüßen. Trotzdem sagte
ich zu meinem fotografierenden Schatz: "Heute oder nie." Irgendwie überwand ich mich, bis zum
Hals in die Hechtsuppe zu tauchen und in die Kamera zu grinsen. Nach mehreren
Fotografeninstruktionen und Richtungswechseln legte ich mich gut durchgekühlt in die Sonne.
Von wegen begeistert schwimmen, wie es in meinem Beitrag steht. (Das tat ich dann ein paar
Wochen später mit Hochgenuss.) Jedenfalls kam die Nachricht bei mir an, dass der Verlag
meine Geschichte doch nicht nehmen würde. "Nun gut, dann gibt es wenigstens mal ein Bild
von mir im Wasser", versuchte ich das Beste draus zu machen.
Umso größer war meine Überraschung, dass Beitrag und Foto doch im neuen Buch zu
finden sind. Allerdings wurde die kriminalistische Variante weglektoriert, was der motivierenden
Absicht jedoch keinerlei Abbruch tut. Doch nicht ganz umsonst gebibbert!

Freitag, 11. April 2014

Gewichtiges Missverständnis

Von Kindesbeinen an höre und lese ich es überall: "Obst ist gesund."
Stimmt ja auch. Aber keiner der Obstessmahner kommt auf die Idee,
eine vernünftige Mengenangabe zu machen.
Also dachte ich, Obst darf ich soviel essen wie ich will.
Im Hinterkopf rumorte außerdem die diffuse Angst, nicht
genug Vitamine zu bekommen. An einem Sommertag hatte ich
ein Schlüsselerlebnis. Morgens zeigte die Waage ein zufrieden-
stellendes Ergebnis. Tagsüber aß ich angemessene Mengen, alles
ganz normal. Abends unternahm ich einen Vitamingang durch den
Garten: Sonnengereifte Kirschen, Stachelbeeren, Jostabeeren...
lauter unschuldiges, gesundes Obst. Am nächsten Morgen ein
sehr deutliches Plus auf der Waage. Der Fruchtzucker hat es wohl
doch mehr in sich, als ich mir vorstellen konnte.
Bei Lebe leichter habe ich gelernt, dass drei Portionen, d.h., drei
Hände voll Obst pro Tag völlig ausreichend sind. Diese Sicherheit
entspannt mich und meinen Magen, dem ich lieber keine Obstüberdehnung
mehr zumute.

Donnerstag, 3. April 2014

Der Süßhunger schlägt am Abend zu

Warum das so ist, weiß ich nicht so genau. Gemein ist das schon.
Gerade zu der Zeit, wo die Fettverbrennung sich langsam zur
Ruhe begibt. Aber eine hilflose Auslieferung an die abendlichen
Knabberattacken muss kein festzementiertes Schicksal sein.
Eine normale Sattess-Brotzeit mit zwei Scheiben leckerem Brot
(Männer dürfen auch drei Scheiben essen), und dazu Käse oder
Schinken oder Spiegeleier oder Fisch, was auch immer Du magst.
Unbedingt dazu gehört eine Handvoll buntes Knabbergemüse oder
Salat. Wer Zeit und Muße hat, kann so einen Teller optisch richtig
kreativ gestalten. Was so toll aussieht, schlingt man schonmal nicht
hastig nebenbei runter. Und? Macht doch schonmal angenehm satt.
Ja, Du hast richtig gelesen, Du darfst Brot (= "böse" Kohlenhydrate)
essen! In der richtigen Menge machen sie nicht dick, sondern
zufrieden und bremsen den Heißhunger auf Süßes aus.
Natürlich wollen aber auch die süß ausgerichteten Geschmacksknospen
zu ihrem Recht kommen. Wie wäre es mit einem süßen Obst hinterher,
vielleicht mit Joghurt, oder mit einer Bananenmilch?
Auch ein großer Becher Kakao erweist gute Dienste: Einen Teelöffel
Kakao mit heißem Wasser aufgießen, einen Schuss Milch dazu, und
nach Geschmack einen Spritzer Süßstoff.
So gehst Du garantiert ohne Magenschmerzen ins Bett.

Dienstag, 1. April 2014

Plötzlich Pause,

nämlich vom Essen. Nie hätte ich mir früher träumen lassen,
dass ich mit drei Tellern voll am Tag zurechtkommen könnte.
Zwischen je zwei Tellern herrscht keine gähnende Leere, sondern
Freiheit für Dinge, die mit Essen mal nichts zu tun haben. Höchstens
mit Trinken. Eine große Tasse Tee oder ein Glas Wasser eichen mich
oft, vertreiben eingebildetes Hungergefühl oder nehmen echtem
Hunger die Spitze. So lassen sich die vier bis fünf Stunden Esspause
leichter überbrücken, damit keine überschüssige Fettzelle auf die
Idee kommt, sich zur Ruhe zu begeben, sondern sie mir gleich
als Energielieferant dient.
Und wie mache ich das, wenn ich unbedingt, dringend Nervennahrung
brauche, und zwar sofort? Das war so eine Gewohnheit von mir -
bei Stress zum Beispiel ein Turm aus Brotscheiben mit Honig, Schokocreme
und/oder Marmelade. Das schien die Gefühle zu dämpfen, weil der Magen
voll und das Hirn leer wurde. Die Grundabsicht - mir selber Gutes tun -
war schonmal richtig. Anscheinend habe ich durch das mir Angewöhnen
von drei Sattess-Tellern, durch Bewegung in den Alltag packen und Trinken
wie ein Schwamm begonnen, diese Gefühle-dämpf-Gewohnheiten zu
überschreiben. Gestern jedenfalls habe ich mich gewundert, dass ich nach
einer Stresssituation unüblich reagierte, nämlich mit Gartenaufräumarbeiten,
wohl nach dem Motto: Die nächste Mahlzeit kommt bestimmt.
Da hat meine alte Gewohnheit richtig Stress gekriegt, hihi.