Gewichtiges Missverständnis
Von Kindesbeinen an höre und lese ich es überall: "Obst ist gesund."
Stimmt ja auch. Aber keiner der Obstessmahner kommt auf die Idee,
eine vernünftige Mengenangabe zu machen.
Also dachte ich, Obst darf ich soviel essen wie ich will.
Im Hinterkopf rumorte außerdem die diffuse Angst, nicht
genug Vitamine zu bekommen. An einem Sommertag hatte ich
ein Schlüsselerlebnis. Morgens zeigte die Waage ein zufrieden-
stellendes Ergebnis. Tagsüber aß ich angemessene Mengen, alles
ganz normal. Abends unternahm ich einen Vitamingang durch den
Garten: Sonnengereifte Kirschen, Stachelbeeren, Jostabeeren...
lauter unschuldiges, gesundes Obst. Am nächsten Morgen ein
sehr deutliches Plus auf der Waage. Der Fruchtzucker hat es wohl
doch mehr in sich, als ich mir vorstellen konnte.
Bei Lebe leichter habe ich gelernt, dass drei Portionen, d.h., drei
Hände voll Obst pro Tag völlig ausreichend sind. Diese Sicherheit
entspannt mich und meinen Magen, dem ich lieber keine Obstüberdehnung
mehr zumute.
Freitag, 11. April 2014
Donnerstag, 3. April 2014
Der Süßhunger schlägt am Abend zu
Warum das so ist, weiß ich nicht so genau. Gemein ist das schon.
Gerade zu der Zeit, wo die Fettverbrennung sich langsam zur
Ruhe begibt. Aber eine hilflose Auslieferung an die abendlichen
Knabberattacken muss kein festzementiertes Schicksal sein.
Eine normale Sattess-Brotzeit mit zwei Scheiben leckerem Brot
(Männer dürfen auch drei Scheiben essen), und dazu Käse oder
Schinken oder Spiegeleier oder Fisch, was auch immer Du magst.
Unbedingt dazu gehört eine Handvoll buntes Knabbergemüse oder
Salat. Wer Zeit und Muße hat, kann so einen Teller optisch richtig
kreativ gestalten. Was so toll aussieht, schlingt man schonmal nicht
hastig nebenbei runter. Und? Macht doch schonmal angenehm satt.
Ja, Du hast richtig gelesen, Du darfst Brot (= "böse" Kohlenhydrate)
essen! In der richtigen Menge machen sie nicht dick, sondern
zufrieden und bremsen den Heißhunger auf Süßes aus.
Natürlich wollen aber auch die süß ausgerichteten Geschmacksknospen
zu ihrem Recht kommen. Wie wäre es mit einem süßen Obst hinterher,
vielleicht mit Joghurt, oder mit einer Bananenmilch?
Auch ein großer Becher Kakao erweist gute Dienste: Einen Teelöffel
Kakao mit heißem Wasser aufgießen, einen Schuss Milch dazu, und
nach Geschmack einen Spritzer Süßstoff.
So gehst Du garantiert ohne Magenschmerzen ins Bett.
Warum das so ist, weiß ich nicht so genau. Gemein ist das schon.
Gerade zu der Zeit, wo die Fettverbrennung sich langsam zur
Ruhe begibt. Aber eine hilflose Auslieferung an die abendlichen
Knabberattacken muss kein festzementiertes Schicksal sein.
Eine normale Sattess-Brotzeit mit zwei Scheiben leckerem Brot
(Männer dürfen auch drei Scheiben essen), und dazu Käse oder
Schinken oder Spiegeleier oder Fisch, was auch immer Du magst.
Unbedingt dazu gehört eine Handvoll buntes Knabbergemüse oder
Salat. Wer Zeit und Muße hat, kann so einen Teller optisch richtig
kreativ gestalten. Was so toll aussieht, schlingt man schonmal nicht
hastig nebenbei runter. Und? Macht doch schonmal angenehm satt.
Ja, Du hast richtig gelesen, Du darfst Brot (= "böse" Kohlenhydrate)
essen! In der richtigen Menge machen sie nicht dick, sondern
zufrieden und bremsen den Heißhunger auf Süßes aus.
Natürlich wollen aber auch die süß ausgerichteten Geschmacksknospen
zu ihrem Recht kommen. Wie wäre es mit einem süßen Obst hinterher,
vielleicht mit Joghurt, oder mit einer Bananenmilch?
Auch ein großer Becher Kakao erweist gute Dienste: Einen Teelöffel
Kakao mit heißem Wasser aufgießen, einen Schuss Milch dazu, und
nach Geschmack einen Spritzer Süßstoff.
So gehst Du garantiert ohne Magenschmerzen ins Bett.
Dienstag, 1. April 2014
Plötzlich Pause,
nämlich vom Essen. Nie hätte ich mir früher träumen lassen,
dass ich mit drei Tellern voll am Tag zurechtkommen könnte.
Zwischen je zwei Tellern herrscht keine gähnende Leere, sondern
Freiheit für Dinge, die mit Essen mal nichts zu tun haben. Höchstens
mit Trinken. Eine große Tasse Tee oder ein Glas Wasser eichen mich
oft, vertreiben eingebildetes Hungergefühl oder nehmen echtem
Hunger die Spitze. So lassen sich die vier bis fünf Stunden Esspause
leichter überbrücken, damit keine überschüssige Fettzelle auf die
Idee kommt, sich zur Ruhe zu begeben, sondern sie mir gleich
als Energielieferant dient.
Und wie mache ich das, wenn ich unbedingt, dringend Nervennahrung
brauche, und zwar sofort? Das war so eine Gewohnheit von mir -
bei Stress zum Beispiel ein Turm aus Brotscheiben mit Honig, Schokocreme
und/oder Marmelade. Das schien die Gefühle zu dämpfen, weil der Magen
voll und das Hirn leer wurde. Die Grundabsicht - mir selber Gutes tun -
war schonmal richtig. Anscheinend habe ich durch das mir Angewöhnen
von drei Sattess-Tellern, durch Bewegung in den Alltag packen und Trinken
wie ein Schwamm begonnen, diese Gefühle-dämpf-Gewohnheiten zu
überschreiben. Gestern jedenfalls habe ich mich gewundert, dass ich nach
einer Stresssituation unüblich reagierte, nämlich mit Gartenaufräumarbeiten,
wohl nach dem Motto: Die nächste Mahlzeit kommt bestimmt.
Da hat meine alte Gewohnheit richtig Stress gekriegt, hihi.
nämlich vom Essen. Nie hätte ich mir früher träumen lassen,
dass ich mit drei Tellern voll am Tag zurechtkommen könnte.
Zwischen je zwei Tellern herrscht keine gähnende Leere, sondern
Freiheit für Dinge, die mit Essen mal nichts zu tun haben. Höchstens
mit Trinken. Eine große Tasse Tee oder ein Glas Wasser eichen mich
oft, vertreiben eingebildetes Hungergefühl oder nehmen echtem
Hunger die Spitze. So lassen sich die vier bis fünf Stunden Esspause
leichter überbrücken, damit keine überschüssige Fettzelle auf die
Idee kommt, sich zur Ruhe zu begeben, sondern sie mir gleich
als Energielieferant dient.
Und wie mache ich das, wenn ich unbedingt, dringend Nervennahrung
brauche, und zwar sofort? Das war so eine Gewohnheit von mir -
bei Stress zum Beispiel ein Turm aus Brotscheiben mit Honig, Schokocreme
und/oder Marmelade. Das schien die Gefühle zu dämpfen, weil der Magen
voll und das Hirn leer wurde. Die Grundabsicht - mir selber Gutes tun -
war schonmal richtig. Anscheinend habe ich durch das mir Angewöhnen
von drei Sattess-Tellern, durch Bewegung in den Alltag packen und Trinken
wie ein Schwamm begonnen, diese Gefühle-dämpf-Gewohnheiten zu
überschreiben. Gestern jedenfalls habe ich mich gewundert, dass ich nach
einer Stresssituation unüblich reagierte, nämlich mit Gartenaufräumarbeiten,
wohl nach dem Motto: Die nächste Mahlzeit kommt bestimmt.
Da hat meine alte Gewohnheit richtig Stress gekriegt, hihi.
Dienstag, 25. März 2014
Sofa & Süßes versus Trampolin & Training
Meine Sollzeit von einer halben Stunde Bewegung habe ich
heute vormittag erfüllt, ich habe genau auf die Uhr geschaut.
Immerhin warteten noch eine ganze Menge andere Tätigkeiten
auf mich. Aber dann war die Musik so einladend und das
Trampolin lockte mich zurück. Also noch eine Runde, weil
es so schön war. Welch ein Aha-Erlebnis: Trampolintraining
kann also mindestens genauso anziehend sein wie Sofa und
Süßigkeiten. Wobei Kinder das Sofa aus ihrem ganz eigenen
Blickwinkel betrachten. Ist kein Trampolin vorhanden, hüpfen
sie auf den Polstern herum, ganz frei und ungezwungen. Sie fragen
sich nicht: "Guckt vielleicht jetzt jemand doof?" "Was sollen die
anderen denken?" "Mache ich eine gute Figur?" "Wie zähme ich
meinen inneren Schweinehund?" "Wie viele Kalorien habe ich
jetzt verbraucht?" Sie geben ihrem Drang nach Bewegung
einfach nach, weil sie ein natürliches Gespür dafür haben.
Als meine Kinder noch klein waren, bin ich ganz viel mit ihnen
herumgesaust. Zum Essen hatte ich wenig Zeit, und alle
Kleidung hat kneiflos gepasst. Später erweiterten sich die
Zeiträume, ich wurde sesshafter und der natürliche Muskelabbauprozess
setzte ein. Zum Glück habe ich da "Lebe leichter" kennengelernt,
sonst hätte ich jetzt einen Berg Kleidung zu verschenken.
Liebe Mamas, die ihr noch kleine Kinder habt: Geht so viel wie
möglich mit ihnen raus zum herumabenteuern, einen besseren
Gefallen könnt ihr euch gar nicht tun.
Meine Sollzeit von einer halben Stunde Bewegung habe ich
heute vormittag erfüllt, ich habe genau auf die Uhr geschaut.
Immerhin warteten noch eine ganze Menge andere Tätigkeiten
auf mich. Aber dann war die Musik so einladend und das
Trampolin lockte mich zurück. Also noch eine Runde, weil
es so schön war. Welch ein Aha-Erlebnis: Trampolintraining
kann also mindestens genauso anziehend sein wie Sofa und
Süßigkeiten. Wobei Kinder das Sofa aus ihrem ganz eigenen
Blickwinkel betrachten. Ist kein Trampolin vorhanden, hüpfen
sie auf den Polstern herum, ganz frei und ungezwungen. Sie fragen
sich nicht: "Guckt vielleicht jetzt jemand doof?" "Was sollen die
anderen denken?" "Mache ich eine gute Figur?" "Wie zähme ich
meinen inneren Schweinehund?" "Wie viele Kalorien habe ich
jetzt verbraucht?" Sie geben ihrem Drang nach Bewegung
einfach nach, weil sie ein natürliches Gespür dafür haben.
Als meine Kinder noch klein waren, bin ich ganz viel mit ihnen
herumgesaust. Zum Essen hatte ich wenig Zeit, und alle
Kleidung hat kneiflos gepasst. Später erweiterten sich die
Zeiträume, ich wurde sesshafter und der natürliche Muskelabbauprozess
setzte ein. Zum Glück habe ich da "Lebe leichter" kennengelernt,
sonst hätte ich jetzt einen Berg Kleidung zu verschenken.
Liebe Mamas, die ihr noch kleine Kinder habt: Geht so viel wie
möglich mit ihnen raus zum herumabenteuern, einen besseren
Gefallen könnt ihr euch gar nicht tun.
Donnerstag, 20. März 2014
Viel zu gefährlich
Fange bloß nicht zu joggen an. Es kann wahrhaft süchtig machen. Damit nicht genug.
Es ist wie eine ansteckende Krankheit, mit der du andere infizieren könntest.
Wenn es Dich erstmal gepackt hat, hast du keine Zeit mehr für andere Sachen.
Zum Beispiel im Wartezimmer sitzen und ein kollektives Klagelied mit den anderen
Patienten anstimmen. Verständnis zu bekommen ist so ein gutes Gefühl. Und dann
die Zuwendung des Artzes erst! Wehe, du erwischt den Falschen, der Dir zu sportlicher
Betätigung rät! Dann lieber einer, der dir Krankengymnastik und Massagen für deinen
verqueren Rücken verschreibt. Da kriegst du deine Streicheleinheiten gleich mitgeliefert.
Mal im Ernst: Wenn du walkst oder joggst, produziert dein Gehirn Glückshormone,
auf diese gesunde Sucht willst du irgendwann nicht mehr verzichten. Du erntest
Anerkennung und Bewunderung, wenn du regelmäßig deine Runden drehst. Und
diese Art von Bewegung ist Balsam, Kur und ganz viel Streicheleinheit für deinen
Rücken.
Sei nicht bewegungsresistent, sondern bewegungsregelmäßig und ernte den Segen
durch bewegen!
Fange bloß nicht zu joggen an. Es kann wahrhaft süchtig machen. Damit nicht genug.
Es ist wie eine ansteckende Krankheit, mit der du andere infizieren könntest.
Wenn es Dich erstmal gepackt hat, hast du keine Zeit mehr für andere Sachen.
Zum Beispiel im Wartezimmer sitzen und ein kollektives Klagelied mit den anderen
Patienten anstimmen. Verständnis zu bekommen ist so ein gutes Gefühl. Und dann
die Zuwendung des Artzes erst! Wehe, du erwischt den Falschen, der Dir zu sportlicher
Betätigung rät! Dann lieber einer, der dir Krankengymnastik und Massagen für deinen
verqueren Rücken verschreibt. Da kriegst du deine Streicheleinheiten gleich mitgeliefert.
Mal im Ernst: Wenn du walkst oder joggst, produziert dein Gehirn Glückshormone,
auf diese gesunde Sucht willst du irgendwann nicht mehr verzichten. Du erntest
Anerkennung und Bewunderung, wenn du regelmäßig deine Runden drehst. Und
diese Art von Bewegung ist Balsam, Kur und ganz viel Streicheleinheit für deinen
Rücken.
Sei nicht bewegungsresistent, sondern bewegungsregelmäßig und ernte den Segen
durch bewegen!
Montag, 10. März 2014
Heute mal ein Gedicht
In meiner kreativen Schreibgruppe hieß neulich unser Schreibthema:
"Die Frau im Blumenkleid". Nachdem ich eindeutig vorbelastet bin,
kam folgendes Gedicht dabei heraus:
Personal Trainer
"Ach, liebe Fee, ich wünsche mir
eine Traumfigur von dir.
Dies Blumenkleid hier ist so schick.
Es zu tragen wär' mein Glück.
Doch schau mich an, wie seh' ich aus!
'Nimm halt weng ab', sagt da mein Klaus.
Ja, wenn das halt so einfach wär'.
Das Leben ist nicht immer fair.
Schwing' deinen Zauberstab, und zack! -
brauch ich nicht mehr Zelt noch Sack."
"Liebe Freundin, diesen Stab
der Werkstattmensch mir neulich gab.
'Garantier'n kann ich für nix.
Mal spinnt er rum, mal ist er fix.
Kosten tut es diesmal nix.'
So sprach er mit den Schultern zuckend
und sich vor meinem Zorne duckend.
Äußerst unklar ist nun, ob
dein Ziel ein Top wird oder Flop."
"Hey Fee, was sollen die Bedenken!
Ich will nicht qualvoll mich verrenken,
sodass das Blumenkleid ich sprenge.
Schluss mit der Klamottenenge!
Her mit deinem Zauberstab!"
Sprach's und nahm der Fee ihn ab.
"Hokus, pokus, eins zwei drei -
die Traumfigur wünsch' ich herbei!"
Da fuhr das Leben in den Stab
und setzte ihn sofort in Trab.
Wirbelnd hetzte er die Frau,
verfolgte sie durch Feld und Au
bis sie floh zu ihrem Bau.
Er schlüpfte mit ihr durch die Türe
und guckte hinter'm Schrank herfüre,
sah genau zu, was sie aß.
Und als schließlich voll das Maß,
machte bitter er das Essen,
sodass verwirrt sie dagesessen.
Am nächsten Tag in aller Frühe
gab der Zauberstab sich Mühe
sie rauszukitzeln aus dem Bette
und zu jagen um die Wette.
Bergab, berauf, 'ne Stunde lang,
bis Schweiß aus allen Poren drang.
Beim Frühstück dann dasselbe Spiel:
Bitter wurde, was zuviel.
In einem Anfall vom Empörung
sann sie auf Rache und Zerstörung.
Den Stab versuchte sie zu greifen,
der krümmte sich zu einem Reifen
und rollte stetig vor ihr her.
Sie bemühte sich zwar sehr,
doch stets verfehlte sie ihn knapp.
Wieder ging's bergauf, berab.
So lief das Spielchen nun tagtäglich,
sie fand es einfach nur unsäglich
und war das Ganze furchtbar leid -
da fiel ihr wieder ein - das Kleid,
bestickt mit wunderschönen Blumen.
Mit nicht mehr allzuviel Volumen
passte es ganz wunderbar,
ja, sie glich fast einem Star.
Da ward ihr endlich sonnenklar,
was für ein versteckter Segen
in diesem Zauberstab gelegen.
Der winkte fröhlich, rief: "Ade!"
und flog zurück zu seiner Fee.
In meiner kreativen Schreibgruppe hieß neulich unser Schreibthema:
"Die Frau im Blumenkleid". Nachdem ich eindeutig vorbelastet bin,
kam folgendes Gedicht dabei heraus:
Personal Trainer
"Ach, liebe Fee, ich wünsche mir
eine Traumfigur von dir.
Dies Blumenkleid hier ist so schick.
Es zu tragen wär' mein Glück.
Doch schau mich an, wie seh' ich aus!
'Nimm halt weng ab', sagt da mein Klaus.
Ja, wenn das halt so einfach wär'.
Das Leben ist nicht immer fair.
Schwing' deinen Zauberstab, und zack! -
brauch ich nicht mehr Zelt noch Sack."
"Liebe Freundin, diesen Stab
der Werkstattmensch mir neulich gab.
'Garantier'n kann ich für nix.
Mal spinnt er rum, mal ist er fix.
Kosten tut es diesmal nix.'
So sprach er mit den Schultern zuckend
und sich vor meinem Zorne duckend.
Äußerst unklar ist nun, ob
dein Ziel ein Top wird oder Flop."
"Hey Fee, was sollen die Bedenken!
Ich will nicht qualvoll mich verrenken,
sodass das Blumenkleid ich sprenge.
Schluss mit der Klamottenenge!
Her mit deinem Zauberstab!"
Sprach's und nahm der Fee ihn ab.
"Hokus, pokus, eins zwei drei -
die Traumfigur wünsch' ich herbei!"
Da fuhr das Leben in den Stab
und setzte ihn sofort in Trab.
Wirbelnd hetzte er die Frau,
verfolgte sie durch Feld und Au
bis sie floh zu ihrem Bau.
Er schlüpfte mit ihr durch die Türe
und guckte hinter'm Schrank herfüre,
sah genau zu, was sie aß.
Und als schließlich voll das Maß,
machte bitter er das Essen,
sodass verwirrt sie dagesessen.
Am nächsten Tag in aller Frühe
gab der Zauberstab sich Mühe
sie rauszukitzeln aus dem Bette
und zu jagen um die Wette.
Bergab, berauf, 'ne Stunde lang,
bis Schweiß aus allen Poren drang.
Beim Frühstück dann dasselbe Spiel:
Bitter wurde, was zuviel.
In einem Anfall vom Empörung
sann sie auf Rache und Zerstörung.
Den Stab versuchte sie zu greifen,
der krümmte sich zu einem Reifen
und rollte stetig vor ihr her.
Sie bemühte sich zwar sehr,
doch stets verfehlte sie ihn knapp.
Wieder ging's bergauf, berab.
So lief das Spielchen nun tagtäglich,
sie fand es einfach nur unsäglich
und war das Ganze furchtbar leid -
da fiel ihr wieder ein - das Kleid,
bestickt mit wunderschönen Blumen.
Mit nicht mehr allzuviel Volumen
passte es ganz wunderbar,
ja, sie glich fast einem Star.
Da ward ihr endlich sonnenklar,
was für ein versteckter Segen
in diesem Zauberstab gelegen.
Der winkte fröhlich, rief: "Ade!"
und flog zurück zu seiner Fee.
Dienstag, 4. März 2014
Freibrief?
Laut einer US-Studie haben Menschen mit leichtem Übergewicht
eine höhere Lebenserwartung als Menschen mit Normalgewicht.
In fortgeschrittenem Alter wird der BMI großzügiger bemessen,
so viel ist klar. Aber ich war zunächst verwirrt, als ich von dieser
Feststellung las. Lädt sie doch geradezu ein zum hemmungslosen
Essen. Die Begründung, warum rundlichere Menschen angeblich
länger lebten, heißt: Wenn der Körper Reserven hat, wird er mit
Krankheiten besser fertig. Außerdem könnten diese Menschen
besser mit Stress umgehen. Dies wünsche ich ihnen ja von
Herzen. Aber nicht wenige Menschen würden überflüssige Pfunde
unter Dauerstress setzen, zum Beispiel mich.
Schutz vor Krankheit und Stress kann auch anders gehen:
Viel Bewegung an der frischen Luft, so viel wie möglich, und bei
jedem Wetter. So einfach ist das.
Vielleicht ist die US-Studie auch ein bisschen subjektiv, um aus
der Not eine Tugend zu machen.
Laut einer US-Studie haben Menschen mit leichtem Übergewicht
eine höhere Lebenserwartung als Menschen mit Normalgewicht.
In fortgeschrittenem Alter wird der BMI großzügiger bemessen,
so viel ist klar. Aber ich war zunächst verwirrt, als ich von dieser
Feststellung las. Lädt sie doch geradezu ein zum hemmungslosen
Essen. Die Begründung, warum rundlichere Menschen angeblich
länger lebten, heißt: Wenn der Körper Reserven hat, wird er mit
Krankheiten besser fertig. Außerdem könnten diese Menschen
besser mit Stress umgehen. Dies wünsche ich ihnen ja von
Herzen. Aber nicht wenige Menschen würden überflüssige Pfunde
unter Dauerstress setzen, zum Beispiel mich.
Schutz vor Krankheit und Stress kann auch anders gehen:
Viel Bewegung an der frischen Luft, so viel wie möglich, und bei
jedem Wetter. So einfach ist das.
Vielleicht ist die US-Studie auch ein bisschen subjektiv, um aus
der Not eine Tugend zu machen.
Abonnieren
Posts (Atom)